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24 (1852) Die Verlobten
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lich, daß für eine Liebesnoth, aus der es fast keine Errettungzu geben schien, ein Auskunftsmittel gefunden wurde. DameGillian erklärte es für unbillig, daß, da einer Frau uur eiuEhemann zugestanden sei, einem Manne, unter was immerfür Umständen, erlaubt sei, zwei Frauen zu haben; Raoulaber bemitleidete, Dame Gillian einen herben Blick zuwer-fend, die jämmerliche Thorheit eines Mannes, der von einemsolchen Vorrechte Gebrauch machen könnte.

Still, alle ihr klebrigen," sagte Lady Eveline, »du aber,meine theure Rosa, sage mir dein Urtheil über diesen Grafenvon Gleichen, und seine zwei Weiber."

Rosa errötbete und crwiederte: »Ich bin nicht sehr gewohnt,an solche Dinge zu denken, allein meiner Einsicht nach hätte dieFrau, die sich bloß mit der Hälfte der Zuneigung ihres Gat-ten begnügte, niemals verdient, den kleinsten Theil derselbenzu besitzen."

Du hast recht zum Theil," sagte Eveline,und ichglaube, als die europäische Dame sich von der schönen aus-ländischen Prinzessin überstrahlt sah, so hätte sie am bestengethan, wenn sie, ihre Würde beachtend, ihren Platz abgetre-ten, und dem heiligen Vater keine andere Mühe verursachthätte, als die, den Ehekontrakt aufzulösen, wie dieß in andernFällen schon so oft geschehen ist."

Dieses sagte sie in einem gleichgültigen und fröhlichenTone, der ihren Begleiterinnen zeigte, mit welcher geringenAnstrengung sie selbst ein solches Opfer gebracht haben würde,und zugleich über ihre Zuneigung gegen den Constabel Lichtverbreitete.

Allein es gab einen andern Gegenstand, als den Con-fiabel, mit dem sich ihre Gedanken, obwohl unwillkürlich.