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Widerwillen eingcstand, mit dem sie an diese Handlung dachte,so ist es doch gewiß, daß sie die unanerkannte Hoffnung nährte,unsere Frau von Kuräe äoloureime werde kein strenger Gläu-biger sein, und zufrieden mit der Bereitwilligkeit, die sie zurErfüllung ihres Gelübdes gezeigt habe, ihre Ansprüche nichtin ihrer ganzen Strenge zu behaupten suchen; nur der schwär-zeste Undank hätte wünschen können, daß ihr tapferer Befreier,für den sie zu beten so gegründete Ursache hatte, einen jenerUnfälle erleiden möchte, die in dem heiligen Lande den Lor«beerkranz so oft in Cypreffen verwandelten. Allein wie vieleandere Vorfälle veränderten nicht oft bei Leuten, die sich langeim Auslände aufhiclten, die Vorsätze, mit denen sie ihre Hei-mat- verlassen hatten?
Ein wandernder Minstrel, der Knräs üoloureuse besuchte,hatte zur Unterhaltung der Lady und ihrer Umgebung das be-rühmte Lied vom Grafen von Gleichen vorgetragen, der,obschon bereits in seinem Lande verheirathet, sich im Morgen-lande mit einer sarazenischen Fürstin, die ihm seine Freiheitausgewirkt hatte, in so starke Verbindungen einließ, daß ersie endlich auch heirathete. Der Papst und sein Conclave ge-nehmigten in einem so außerordentlichen Falle die Doppelhei-rath; so theilte der Graf von Gleichen sein Ehebett mit zweiWeibern vom gleichen Range, und ruht jetzt zwischen ihnenunter demselben Grabsteine.
Mannigfaltig und widersprechend waren die Bemerkungen,welche die Bewohner des Schlosses über die Legende Machten.Vater Aldrovand erklärte sie für erdichtet, und für eine un-würdige Verleumdung des Oberhaupts der Kirche, das inkeinem Falle eine solche Unregelmäßigkeit geduldet haben würde.Mitleidsvoll weinte Margerp, mit der Zärtlichkeit einer altenAmme, während der ganzen Erzählung, und freute sich Herz-