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renger'schen Hauses der Befreiung des heiligen Grabes vor-ziehe, und erklärte ihr, daß der Himmel die kurzsichtige undbloß menschliche Klugheit rächen werde, die die Interessen desChristenthums denen einer einzelnen Familie vorziehe.
Nach dieser strengen Predigt entfernte sich der Prälat ausder Gegenwart der Aebtissin, die höchlich erzürnt war, sich je-doch aber weislich enthielt, seine väterlichen Ermahnungennnehrerbietig zu beantworten.
In dieser Stimmung fand der Constabel die ehrwürdigeLady und setzte ihr, nicht ohne einige Verlegenheit, die Noth-wendigkeit seiner unverzüglichen Abreise nach Palästina aus-einander.
Sie vernahm die Eröffnung mit finsterer Würde. Ihrweites schwarzes Oberkleid und Skapulicr schienen gleichsamin noch stolzere Falten aufzuschwellcn, als sie die Gründe undUmstände vernahm, die den Constabel von Chester zwangen,die Vermählung, die er für den heißesten Wunsch seinesHerzens erklärte, bis zu seiner Rückkehr von dem heiligenLande, nach welchem er abzugehen im Begriff stand, zu ver-schieben.
»Ist diese Eröffnung," entgegnete die Aebtissin mit großerKälte, „ernstlich gemeint — und der Gegenstand, so wiemeine Person eignen sich wenig zum Scherze — so hätte uns,denke ich, des Constabels Entschluß gestern schon mitgetheiltwerden sollen, ehe das Verlöbniß sein Treuwort mit dem derEveline Berenger vereinigte und zu ganz andern Erwartun-gen berechtigte, als die er uns jetzt verkündet."
»Bei dem Worte eines Ritters und Edelmanns, ehrwür-dige Lady, ich glaubte damals nicht im Mindesten, daß manmich zu einem Schritte nöthigen werde, der mich nicht minderbetrübt, als er Euch, wie ich mit Bedauern sehe, mißfällt."