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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
Seite
260
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»Ich will mit ihm sprechen," sagte Raoul, seine Gebrech-lichkeit vergessend und von seinem erhabenen StandpunkteherabspringendIch will mit ihm sprechen, und wenn erunwohl ist, so habe ich meine Lanzetten und Schnepper beimir, um einem Menschen so gut Ader zu lassen, als einemThiere.«

Ja wahrlich, du bist mir ein geschickter Arzt für einensolchen Patienten," murmelte Gillian.Ein Hundearztfür einen wahnsinnigen Träumer, der weder seine eigeneKrankheit, noch die Mittel, sie zu heilen, kennt "

Unterdessen näherte sich der alte Jäger dem Eingänge, vorwelchem Damian noch immer stand, in scheinbarer Ungewiß-heit, ob er hinein gehen solle oder nicht, und ohne auf dieihn umgebende Menge zu achten, obwohl er deren Aufmerk-samkeit durch die Sonderbarkeit seines Benehmens erregte.

Naoul hatte eine besondere Zuneigung zu Damian; ihrHauptgrund lag vielleicht darin, daß sein Weib seit einigerZeit geringschätziger von ihm sprach, als sie sonst von schönenjungen Männern zu thun pflegte. Zudem wußte er, daß derJüngling ein zweiter Sir Tristrem auf der Jagd und beimFischfänge war, und weiter bedurfte es nicht, um RaoulSSeele mit eisernen Banden an ihn zu fesseln. Mit großemBedauern sah er daher, daß sein Betragen die allgemeineAufmerksamkeit erregte, und selbst einigermaßen belächeltwurde. Der Possenreißer der Stadt, der sich unter den lu-stigen Haufen gemengt hatte, sagte:er steht vor dem Thore,wie Bileams Esel vor dem Engel Gottes, wenn er so vielweiter sieht, als von irgend einem Andern gesehen werdenkann."

Ein Hieb von RaoulS Peitsche belohnte die glückliche An-spielung und schickte den Narren heulend hinweg, für seine