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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
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hatten. Der Aebtissin normannischer Stolz auf ihre Geburt,und der wahre Antheil, den sie an dem Glücke ihrer Nichtenahm, überwanden alle Bedenklichkeiten. Man hätte die ehr-würdige Mutter bei ungewohntem Thun und Treiben über-raschen können; denn jetzt gab sie dem Gärtner den Befehl,das Gemach mit Blumen zu bestreuen und jetzt befahl sieihrer Kellermeisterin und den Laienschwestern der Küche, einprächtiges Gastmabl zu bereiten. Alle ihre Befehle in Betreffdieser weltlichen Gegenstände vermischte sie mit gclegenheit-lichen Ausrufen über ihre Eitelkeit und Werthlosigkeit, undverwandelte hin und wieder die geschäftigen und ängstlichenBlicke, mit denen sie ihre Vorkehrungen betrachtete, in einfeierliches Aufwärtsschauen und Händefalten, als seufze sieüber den eiteln irdischen Pomp, wegen dessen sie sich so vieleMühe machte. Zu einer andern Zeit hätte man sehen können,wie sich die gute Frau im Geheimen mit Vater Aldrovandüber das bürgerliche und religiöse Ceremoniell berieth, dasbei einer für ihre Familie so wichtigen Feierlichkeit beobachtetwerden sollte. Obgleich indessen die Zügel der Disciplin aufeinen Augenblick etwas schlaffer gehalten wurden, so ließ mansie doch nicht ganz schießen. Der äußere Hof des Klosterswurde zwar dem männlichen Geschlechte geöffnet; allein diejünger» Schwestern und Novizen des Hauses, die man sorg-fältig in die inneren Gemächer des ausgedehnten Gebäudesverschloß, und unter der unmittelbaren Aufsicht einer altenmürrischen Nonne, oder, wie die klösterliche Sprache sie be-nannte, einer alten, ernsten und tugendhaften Person, Auf-seherin der Novizen genannt, anvertraute, durften ihre Augennicht durch den Anblick wallender Federn und rauschenderMäntel entweihen. Wenige Schwestern jedoch, in dem Alterder Aebtissin, wurden in Freiheit gelassen, da sie, nach des