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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
Seite
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Gepäcks ihrer Gebieterin, und das ganze übrige Gefolge mitden Vorkehrungen zur eiligen Abreise beschäftigt, als unterdem Vortritte des Haushofmeisters, der auch gewissermaßendie Nolle eines Kammerdieners spielte, auf ihre vertrauteDienerin Vermine gelehnt, und noch von zwei oder drei ihrerersten Hausdiener begleitet, mit dem Ausdrucke des Unmuthsauf ihrer betagten, jedoch aber erhabenen Stirne, Lady Er-mengarde in's Zimmer trat.

Eveline war mit zitternder, eiliger Hand, mit glühendenWangen und noch andern ihre Gemüthöbewegung verraihen-den Zeichen, selbst mit der Anordnung ihres Gepäcks beschäf-tigt, als ihre Verwandte erschien. Aus einmal, zu Rosa'sgroßem Erstaunen, übte sie eine ungewöhnliche Herrschaft übersich selbst aus, und trat, jedes äußere Merkmal der Verwir-rung unterdrückend, ihrer Verwandten mit einer so ruhigenund stolzen Würde, als sie selbst zu zeigen vermochte, ent-gegen.

Ich komme, um Euch einen guten Morgen zu wünschen,Nichte," sagte Ermengarde, zwar in stolzem Tone, alleindoch mit mehr Ehrerbietung, als sie anfänglich im Sinne ge-habt zu haben schien: so sehr gebot ihr EvelinenS HaltungAchtung.Ich finde, daß cs Euch beliebt hat, das Zimmer,das Euch in Gemäßheit des alten Gebrauchs dieses Hausesangewiesen war, mit einer Bcdientenstube zu vertauschen."

Seid Ihr darüber erstaunt, Lady?" fragte Eveline,oderhabt Ihr Euch in Eurer Erwartung getäuscht, weil Ihr michnicht als Leicbe in dem Zimmer findet, das Eure Liebe undGastfreundschaft mir angewiesen hat?"

Euer Schlaf ist demnach unterbrochen worden," sagteErmengarde, Lady Evelinen fest in's Auge fassend.

Wenn ich mich nicht beklage, Madam, so muß das Uetel