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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
Seite
220
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Blick, den Rosa als Strafe für ihre übelangebrachte Bemer-kung auf sie losschoß. Ihre Bemerkung brachte auch augen-blicklich die Wirkung hervor, die zu befürchten war; dennLady Eveline schien zuerst Erstaunt und verwirrt, dann aber,als sich Erinnerungen an das Vergangene in ihrem Gedächt-nisse gestalteten, faltete sie ihre Hände, blickte auf den Bodenund weinte in der größten Gemüthsbewegung bitterlich.

Rosa bat sie, sich zu beruhigen, und erbot sich, den altensächsischen HauSkaplan herbeizurufen, damit er ihr geistlichenTrost reichen könne, wenn ihr Kummer irdischen Beistandverschmähe.

Nein! rufe ihn nicht," sagte Eveline, ihr Haupt erhebendund ihre Augen trocknendich habe bereits Beweise ge-nug von der sächsischen Güte erhalten. Wie thöricht war ichdoch, daß ich in jenem harten und fühllosen Weibe irgend ei-niges Mitleid mit meiner Jugend und meiner verwaistenLage zu finden hoffte! allein sie soll nicht über das normän-niscbe Blut Raymond Verengers triumphircn! Ich will sienicht merken lassen, wie sehr ich durch ihre Unmenschlichkeitgelitten habe; doch vor Allem, Rosa, sage mir aufrichtig, warirgend ein Bewohner des Hauses Daldringham Zeuge meinesohnmächtigen Zustandes in dieser Nacht?"

Rosa versicherte sie, daß sie ausschließlich von ihren eige-nen Leuten, von ihr selbst, von Gillian, Blanche und Ternottebedient worden sei.Hört mich, ihr Beide," sagte sie,undbefolgt meine Worte, wenn ihr mich liebt und fürchtet. Laßtkeine Sylbe von dem, was diese Nacht geschehen ist, überEure Lippen kommen. Denselben Befehl kündigt auch meinenMädchen an. Leiht mir Euern augenblicklichen Beistand,Gillian, und du, meine theuerste Rosa, diese unordentlicheKleidung zu wechseln, und dieses aufgelöste Haar zu ordnen.