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sich auf ein breites, mit reichem vcnetianischcm Seidenzeugbedecktes, Polster niederzulaffen.
Rosa stellte sich hinter ihre Gebieterin, auf demselben Pol-ster halb knicend, und beobachtete alle Bewegungen des sovollendeten Kriegers und Staatsmannes, den die Stimmedes Ruhms so laut pries; sie freute sich über seine Verlegen-heit als über einen Triumph ihres Geschlechtes, und warkaum der Meinung, daß sein gemsledernes Wams und seineviereckige Gestalt sich mit dem Glanze der Scene oder derfast himmlischen Schönheit Evelinens messen dürfe.
„Lady," sagte der Constabel nach einigem Zögern, „gernewürde ich mein Anliegen in der Sprache eröffnen, die demOhr der Damen wohlgefällt, und deren insbesondere Euremakellose Schönheit höchst würdig ist; allein im Lager ausge-wachsen weiß ich meine Meinung nicht anders als schlicht undeinfach auszudrücken."
«Um so leichter werde ich Euch verstehen, Mylord," sagteEveline unwillkürlich zitternd. —
„Ich will daher einfach und ohne Umschweife reden. Zwi-schen Eurem verehrten Vater und mir war von einer Ver-einigung unserer Häuser die Rede." Hier hielt er inne, alsob er wünschte oder erwartete, daß Eveline Etwas sagte;allein, als er sah, daß sie beharrlich schwieg, so fuhr er fort: „Ichwünschte es wäre des Himmels Wille gewesen, daß Raymonddie Unterhandlung mit seiner gewöhnlichen Weisheit geführtund beendet hätte, wie er auch beim Eröffnen derselben war;allein, was können wir machen? — er ist den Weg gegan-gen, den wir Alle betreten müssen."
„Eure Herrlichkeit," entgegnete Eveline, „haben den TodIhres edlen Freundes edel gerächt."
»Lady, ich habe blos meine Pflicht gethan als guter