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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
Seite
98
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'ihre Augen niederschlagend, während eine leichte Purpurrötheihre Wangen übergoß;allein ich stelle alles Unserer Frauanheim, und erwarte von ihr in Demuth Trost und Hülfe."

Während sie so sprach, trat Rosa mit demselben Ungestüm,mit welchem sie sich entfernt hatte, in die Kapelle. Sieführte ihren Vater an der Hand, dessen obwohl träger dochfester Gang, plattes Gesicht und plumpe Haltung einen höchstauffallenden Contrast mit der Raschheit ihrer Bewegungen undder ängstlichen, in ihrem ganzen Wesen sich aussprechendenBelebtheit bildeten. Die geschäftige Eile, mit der sie ihrenVater fortzuziehcn suchte, hätte den Zuschauer an einige jeneralten Monumente erinnern können, auf denen nicht selten einkleiner Cherub abgebildet ist, der, seiner Aufgabe in einemhöchst seltsamen Grade nicht gewachsen, die große Fleischmasse. eines plumpen Grabbewohners nach dem Feuerhimmel hinauf-zuziehen sucht, dessen wohlwollende und emsige Bestrebungenaber einen nicht geringen Widerstand in der unverhältniß-mäßigen Schwere seines Schützlings finden.

-.Röschen mein liebes Kind warum grämst du dich?"sagte der Niederländer, der Heftigkeit seiner Tochter mit ei-nem Lächeln weichend, das auf dem Gesichte eines Vatersweilend, mehr Ausdruck und Gefühl in sich schloß, als das-jenige, das seinen beständigen Wohnsitz auf seinen Lippen auf-geschlagen zu haben schien.

--Da steht mein Vater," sagte das ungeduldige Mädchen;nenne ihn einen Verräther, wer es kann, oder es wagtHier steht Wilkin Flammock, der Sohn Dieterichs, des Krä-mers von Antwerpen mögen die, welche ihn in seinemRücken verleumdeten, ihn vor seinen Augen anklagen."

Sprich, Vater Aldrovand," sagte Lavy Eveline;unsereGewalt ist noch neu, und ach! in einer bösen Stunde über