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„Nicht so, nicht so, mein Freund," sagte Wilkin; „ichsagte, er habe Kraft; — ich mag schon bessern getrunkenhaben; allein dieser ist recht gut, wo man keinen bessern hat.Noch einmal, wie viel habt Ihr von ihm?"
„Das ganze Faß," antwortete der Kellner; „denn ich habeein frisches Faß für Euch angezapft."
„Gut," erwiederte Flammock. „Nehmt ein christlichesQuartmaaß, laßt das Faß in dieses Speisegewölbe herauf-schaffen, und wartet einem jeden Krieger auf der Burg miteinem Becher, wie ich einen geleert habe, auf. Ich fühle, erhat mir sehr wohl gethan. — Es wurde mir schwach um'sHerz, als ich die schwarzen Rauchsäulen dort aus meinenWalkmühlen aulstcigen sah. Gebt jedem Manne ein vollesQuart. Schlösser vertheidigt man nicht mit dünnem Getränk."
„Ich muß thun, was Ihr haben wollt, guter WilkinFlammock," sagte der Kellermeister; „allein ich bitte Euch, be-denket doch, daß nicht alle Leute einander gleich sind. Waseure stamändischen Herzen bloß erwärmt, zündet ein wildesFeuer in einem normannischen Gehirn an, und was EureLandsleute nur zur Vertheidigung der Mauern ermuthigt,wird machen, daß die Unseligen über die Zinnen hinüberstiegen."
„Gut, Ihr kennet die Gemüthsart Eurer Landsleute amBesten, gebt ihnen was, und so viel Ihr wollt — nur laßtjeden Flamänder ein volles Quart Rheinwein haben; alleinwas wollt Ihr den englischen Flegeln geben, von denen einguter Theil hier gelassen worden ist."
Der alte Mundschenk schwieg und rieb sich bedächtig dieStirne. „Das wird eine schwere Menge Wein kosten," sagteer endlich; und doch kann ich nicht läugnen, daß die Nothder Zeit die Verschwendung rechtfertigt. Was die Engländer