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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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lich klang. Cr eilte bei frühem Morgen zu seinem Bru-der, mit dem er bisher geschmollt hatte, vertraute ihmalles und bat ihn um Rath.

Was bedenkst Du Dich lange?" sagte dieser, nach-dem er sich eine Weile sehr fremd gestellt hatte.Esist ja offenbar, daß unsere selige Frau Uraltmutter ih-ren Reichthum Niemanden anders als Alberten gönnenwill."

Das scheint mir bald selbst so;" versetzte Jener.Ei nun, er ist auch ein ganz anderes Kerlchen, als derverdammte Rothkopf! - Höre, Hauptmann, glaubst Duwohl, daß er sich entschließen wird, den Schatz mil mirzu heben, wenn ich ihm Amalien zum Weibe und denFund zur Aussteuer gebe?"

Ohne Zweifel;" antwortete der Hauptmann.Ichwill ihn rufen,"

Albert kam. Die Sache ward ihm vorgetragen. Erbethcuertc, für Amaliens Besitz alles in der Welt zuwagen.

Nun füllte der Hauptmann denselben Kessel, der Ta-ges vorher Steine im Bauche gehabt hatte, mit Goldund Silber, und schaffte ihn im Dunkeln an den ge-hörigen Ort. Horneck und Albert holten ihn um Mit-ternacht ohne Schwierigkeit ab. Indem sie ihn fort-trugen, blies Wingolf, der ein guter Flötenspieler war,hinter den Ruine» eine liebliche Melodie.

Horneck hatte nun vor Freude eine schlaflose Nacht.Er zählte bis an den Hellen Morgen das gefundeneGeld, und war halb und halb zufrieden; denn ganz istein Geizhals es niemals.

Einige Monate nachher feierten Albert und Amaliaihre Verbindung. Als man sich Abends zur Familien-