werden mit Ihrem Anzuge spielend fertig. KommenSie nur, kommen Sie!" —
Mit diesen dringenven Worten zog er seinen Noth-nagel in die Kleiverkam,»er, und ließ das Stück getrostanfangen, denn sechs Uhr war vorbei, unv das versam-melte Publikum trommelte schon vor Ungeduld mit Fü-ßen unv Stöcken.
Tamborino hatte drei oder vier Kammerdiener, dieihm die Beinschienen unv den Panzer anlegten. DerDirektor stopfte ihm zu gleicher Zeit ein Stück kaltenBraten nach dem anvern in den Munv und zwang ihmso viel Wein auf, daß er beinahe betrunken ward. Ecstanv völlig gerüstet, als die Scene kam, da er auftre-ten mußte.
„Frisch hinaus!" rief der Direktor. „Ihr Liebchen,Fraulein Genofeva, wartet schon aus dem Theater! Fal-len Sie ihr mit hoch ausgebreiteten Armen um venHals! Man liebt hier ei» lebhaftes Spiel." —
Tamborino eilte mit mächtigen Schritten auf dieBühne. Genofeva harrte seiner mit Sehnsucht. Alser aber auflral und ihr in die Arme fliegen wollte, er-blickte sie, o Schrecken! in dem erwarteten Ritter ihren— Mann, stieß einen Schrei des Entsetzens ans unsverschwand, wie von einem Sturm hinweggeführt, vomTheater. Der Ritter stand einen Augenblick starr wieein Meilenzeiger, stürzte dann der Fliehenden nach, fielaber, mit der Gelegenheit des Hauses unbekannt, au-ßerhalb der Coulissen eine finstere Treppe hinab, unvdas Raffeln seiner schweren eisernen Rüstung tontedurch's ganze Haus.
Der Direktor kam wie unsinnig mit Licht gelaufenund fluchte, daß sich die Erde hätte aufthun möge».Man hob den Ritter auf, suchte Genofeven in allen