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könne. — Lieber Himmel! wenn alle Menschen um'sNeue Jahr so knickern wollten, was sollte dann aus denzahllose» Almanachen und Taschenbüchern in Deutschlandwerden!
Frau von Karg fand sich oft in der Küche ihrer Haus-wirthin ein und guckte mit langem Halse in alleTöpfe. Bisweilen schöpfte sie von dem Fleische, das derWirthin gehörte, den unnützen Schaum ab und sagte,sie wollte ihn der Katze geben. Sie ging nun mit demvollen Löffel aus der Küche und rief laut: „Mietz!Mietz!" — Aber indem sich der eingeladcne Gast mitbehenden Schritten nahte, um das angebotene Frühstückin Empfang zu nehmen, verschlang sie es selbst.
Einst war ihr Gemahl gefährlich krank. Die Bedien-ten mußten wechsclsweise, jeder eine Nacht, bei ihmwachen. Einer von ihnen liebte den Schlaf und äus-serte eines Abends in Gegenwart seiner gnädigen Frau:er wollte gleich vier Groschen darum gebe», wenn er inder folgenden Nacht der Krankenwache übcrhoben seynkönnte. „Topp!" rief sie schnell: „Geb' Er die vierGroschen her; ich will an Seiner Stelle wachen." —Der Bediente zog vergnügt seinen magern Beutel; sienahm das Geld und ließ ihn zu Bett gehn.
Dieser Handel klingt unglaublich; doch er ist völligwahr, und gibt nebenbei einen anschaulichen Beweis,daß sie mit ihren Domestiken in einer sehr niedrigenVertraulichkeit gelebt haben muß, weil sich sonst derFreund des Schlafs seinen freimüthigcn Wunsch in ih-rem Beisepn nicht erlaubt hätte. Zu andern Zeitenhingegen nahm sie gegen ihre Leute einen gewaltig ho-hen Ton an, und führte ihnen fleißig zu Eemüthc, daß