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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
198
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Sechstes Kapitel

Eduard verlangte jetzt dem Feldmarschall vorgestclltzu werden, und eine gewaffnete Begleitung führte ihnin dessen Palast. Se. Excellen; war mit der funkel-neuen Gardeuniform angethan und brüstete sich wie einPfau. Der Unteroffizier, der die Wache anführt, mel-dete ihm des Arrestanten Namen, Stand und Abnei-gung, der Trommel zu folgen. Sonnenstein stutzte beidem Namen Feldheim, entfärbte sich ein wenig und bißunruhig die Lippen zusammen; doch weit von dem Ge-danken entfernt, daß wirklich sein längstvergesscner Sohnvor ihm stehe, gab er sich schnell wieder ein martiali-sches Ansehen und fuhr auf:Tausend Element! DerTintenkleckser will nicht Soldat werden?"

Nein," sagte Eduard in einem festen und kaltenTone.

Sonnenstein ward auf's Neue verblüfft, nahm sichaber rasch zusammen, und suchte, nach mancher Feig-linge Art, die Furchtsamkeit eines bösen Gewissens durchstärkeres Toben zu verlarven.Alle Teufel!" rief erhohnlachenv aus:der Bursch spricht ja wie ein Reichs-freiherr! Wart'Er, man wird Ihn Mores lehren! Wirwollen ihn bei Wasser und Brod so lange krumm schlie-ßen lassen, bis sich der Ehrtrieb bei Ihm einstellt, Sr.Durchlaucht zu dienen."

Mich antwortete Eduard gelassen werden Cw.