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Kiele noch lieber. Er kannte die scharfen Spitzen jenerNadeln recht gut, und war oft im Scherz damit ver-wundet worden.
Pauline (so hieß die Tochter des Prvkurators) hattezwar in der väterlichen Cxpeditivnsstube weder Sitz nochStimme; aber beides hatte Eduard in ihrem Nähzim-mer, wenn der Papa nicht zu Hause war. Indem sichder alte Streithahn in den Gerichtssälen kampelte, sa-ßen die Liebenden sehr einig beisammen. Eduards Ver-suche, eine» Kuß zu erbeuten, veranlaßte» zwar oft ei-nen blutigen Nadelnkrieg; doch ward immer bald wie-der Friede geschloffen, und der geliebte Ruhestörer er-hielt dann aus freiem Willen, was ihm zuvor mit gc-waffneter Hand versagt worden war.
Pauline hätte zwar keinem Maler zum Modell einerVenus dienen können; aber ihre blühende Jugend, ihreschlanke Npmphengestalt und ihre angenehme Gesichts-bildung, die durch unverkennbare Züge der Gutmüthig-keit veredelt war, machten sie sehr anziehend, und siegalt mit Fug und Recht für eins der liebenswürdigstenMädchen der Stadt. Ueberdieß hakte sie eine ansehn-liche Aussteuer zu erwarten, denn ihr Vater drasch seitdreißig bis vierzig Jahren mit seiner Zunge kein leeresStroh. Ein enges Herz und ein weites Gewisse» —die er eins so gut als das andere besaß — sind gemei-niglich in seinem Fache sehr ergiebige Fruchtfelder.
Sein aufgestapelter Mammon machte ihn höchst über-müthig, und er ließ sich bei jeder Gelegenheit prahlendvernehmen: er werde seine Tochter keinem armen Schlu-cker an den Hals werfen; sein künftiger Eidam müssetüchtige Batzen haben, und entweder ein fürstlicher Rathssyn oder doch wenigstens den juristischen Doktorhut