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machte daher einen wunderbaren Eindruck auf ihn. Man-che Dame schien ihm eine vollendete Göttin, und die artig-sten Landmädchen, die ihm jemals gefallen hatten, kamenihm jetzt wie Fratzenbilder vor. Er durchmusterte un-ermiidet die Logen, die gerade an diesem Tage sehr an-gcfüllt waren. Nur die nächste an seiner linke» Seite'war leer. Doch, indem das Schauspiel angehen sollte,traten auch in diese zwei Damen, dem Ansehen nachMutter und Tochter. Die letztere glich an Schönheitund Anmuth einem überirdischen Wesen. Der Baronvergaß alle andere Frauen, die er kurz zuvor unter dieGötter versetzt hatte, und blickte nur seine himmlischeNachbarin an.
Hier wird es Zeit, über sein Alter und seine Gestaltmit der Sprache herauszugehen. Er war kein Jünglingmehr: ein halbes Jahrhundert drückte schon seinen Nacken;aber, durch Ausschweifungen nicht entnervt, trug er sichnoch fest und aufrecht wie ein Eichbaum. Ein schönge-bildeter Mann war er übrigens nicht und war es nim-mer gewesen. Er hatte schon als Kind das Antlitz ei-nes alte» Männleins. Dieser Naturmakel, den man imgemeinen Leben das Alter nennt, entstellte den kleinenJunker so sehr, daß sich seine gnädige Mama darüberhöchlich betrübte, und ihn — wie der Aberglaube desPöbels in solchen Fällen zu thun pflegt — mehrmalsin de» Backofen schob, um ihn wieder jung aufzubacken.Diese Semmelkur schlug natürlicher Weise bei ihm nichtan. Das Alter nahm es vielmehr übel, daß man eshatte vertreiben wollen, und verbollwerkte sich sehr früh-zeitig auf seinen Wangen durch starke Runzeln, die mitHülfe seines ein wenig zu groß gerathenen Kopfes eingrimmiges Löweugesicht bildeten, das zu seinem zahmen