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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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kopf wie lebendig, schlug ihn rechts und links an dieOhren, drückte ihn rückwärts auf einen Stuhl, undeine unsichtbare Macht zwang ihn, die Spindel zu er-greife» und mit ihr zu arbeiten. So oft er ruhenwollte, geschah ihm nach des MllttcrleinS Verheißung,und jeder neue Schlag, den er aus der Luft empfing,überttaf an Kraft seine Vorgänger.

Mit Erstaunen fand Willbold am Morgen den emsi-gen Spinner, der dennoch trotz dieser Strafarbeit denBegebenheiten der Nacht eine schöne Farbe zu gebensuchte. Aber bei jeder Unwahrheit, die er aussprach,versetzte ihm die Spinnmaschine einen tüchtigen Kopf-stoß. Das bewog ihn zuletzt, aufrichtig zu beichten unddem Geisterbannen auf immer zu entsagen. Nun trenntesich der Nocken plötzlich von ihm und ging kerzengeradewie ein Mensch zur Thür hinaus.

18 .

Der S ch a tz.

In demselben Zimmer eingeriegelt und cingesiegclterwartete Torald am folgenden Abend, was ihm begeg-nen würde. Die Augen auf die Thür geheftet, saßer bis gegen Mitternacht, ohne daß er etwas Unheim-liches vernahm. Endlich hörte er hinter seinem Rückenein sanftes Geräusch; und als er sich umsah, erblickteer eine verschleierte Gestalt, die ihm winkte. Er standauf; sie klopfte leise an die Wand; die schweren Quaderwichen von einander; es zeigte sich ein hohles Ge-wölbe und darin eine große ei erne Truhe, die bis anden Rand mit Gold- und Silbermünzcn gefüllt war.