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Ottkar hatte diele erwünschte Recensio» kaum gele-sen, als ihm Herr Flaus seine Aufwartung machte.
„Böser Mann!" sprach der Dichter im Tone einesscherzhaften Vorwurfs: „Ich ersuchte Sie mehrmals,mich nicht durch übertriebene Lobsprüche dem Neide derWelt bloßznsiellen; aber dessen ungeachtet geschah'swieder! Denn diese noch preßfeuchte Rccension des neuenMusenalmanachs, den ich eben auch erhalten habe, istdoch unstreitig von Ihnen."
Er legte ihm die Recension vor. Flaus bekannte sichlächelnd dazu, und betheuerte bei seinem Kunstrichter-gewisscn, er habe ihm, dem göttlichen Sänger, ein vielzu geringes Nuhmopser gebracht.
„Das sey dahingestellt!" sagte Ottkar. „Aber demarmen Wicht, dem Rolf, spielen Sie doch gar zu übelmit." —
„Verdient er's besser?" fuhr der Krittler auf. „Zeigter wohl die geringste Anlage zur Dichtkunst? Und ister nicht doppelter Streiche werlh, da er sich offenbarerfrecht, den großen Ottkar »achzuahmen? — O desarmseligen Nachtlämpchens, das einen Wettstreit mit.der Sonne beginnen will!" —
„Rolf ist und bleibt also ein ausgemachter Stümper?"fragte Ottkar.
„Mein Uctheil ist unwiderruflich;" erwiederte Flaus.
„Ich halte Sie beim Worte!" sagte der Dichter undüberreichte ihm das von Hugo versiegelte Päckchen, mitdem Ersuchen, es zu erbrechen, vorher aber die Auf-schrift zu lesen.
Flaus las, und eine Unzlücksahnung ergoß eine feu-rige Röihe über seine Wange». Als aber nach geöff-netem Umschläge des gemißhandelten Rolfs Mantel und