ten und stürzen. Und das begegnet am ersten denen,die ihre Bahn stracklich wandeln und aller Vorsicht über-hoben zu seyn glauben, wenn sie mit dem Fuße desguten Gewissens fest auftretcn." —
Mich überlief ein Schauer. Ich seufzte mit dem ehr-lichen Froschmänsler:
Hofüivpcn, so lieblich sic schmecken,
Sind stark stewürzer mit Schrecken!" —
Und plötzlich verschwand vor meinen Angen der ganzeRüstsaal der Staatsknnst, sammt dem Ober-Heimlichenund seinem Eidam.
„Nun, wie gefiel dir diese Lehrstunde?" fragte michmein alter Gefährte.
Ich zuckte die Achseln und wußte nicht, was ich ant-worten sollte.
„Meinst du etwa," fuhr ec fort, „ich hätte dich hie-hcr geführt, damit du lerntest, Mantelrollen spielen,Trngbrlllcn schleifen und goldne Slimmhämmer verdie-nen? — Nein, da scy Gott vor! Ich lehrte dich imGegenthcil Gifte kennen, um sie zu meiden; ich enthülltedir die verborgenen Künste unredlicher Staatsdie-ner, damit du verständiger und billiger, als die blindeMenge, manchen guten cdelherzigen Fürsten benrthcilest,der nach dem schönen Ziele, sein Volk zu beglücken, aufder Bahn der Tugend und Gerechtigkeit hinstrebt, abervon täuschende» Irrlichtern böser und nnweiser Nath-schläge, die sein argloser Sinn für treue Wegweiserhält, auf falsche Pfade geleitet und an Abgründe geführtwird. — Fluch Jenen und Segen dir, Jüngling,wenn du dem Herrscher, der einst das Heil seines Vol-kes auf deine Schultern legt, redlicher dienest!— Greif