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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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wenn uns daran liegt, daß dem Fürsten ein frischerGriff i» de» Volksfeste! minder bedenkend erscheine, alses der Fall sevn würde, wenn wir ihn diese Dinge mitseinen natürlichen gesunden Augen betrachten ließen."

Und das Mittel schlagt an?" fragte der Rath miteiner bedenklichen Miene.

..Urak.'itnm rief Pakomus mit Nachdruck, undsie schüttelten sich fröhlich die Hände.

Aber wofür hältst du dieß rosenfarbene Pülverchen?"fragte der alte Herr.

Mich dünkl's Zahnpulver," war die Antwort.

Falsch gerathen, Herr Sohn! Wie kannst du glau-ben, daß sich der Staat um die Zähne seiner Unter-thanen und Diener bekümmere? Es wäre bester,sie hätten gar kein Gebiß: so würden sie weniger esten."

Nun, was ist's denn sonst?" sagte der Beschämte.

Augenpulver! Ein unschädlicher Staub, denman den Mensche» gelegentlich in die Augen streut.Eine gleiche Bewandtniß hat es mit jener fest zuge-pfropflen und versiegelten Flasche. Sie enthalt den be-rühmten blauen Dunst."

Ich muß gestehen," sprach der Rath,hier ist fürwoblthätige Blindheit trefflich gesorgt!"

Pakomus lächelte schlau und wiegte bejahend denKopf.

Indessen bemerkte sein Söhnlein einen großen samm-tenen Beutel, und zog aus demselben einen kolossalengoldenen Stimmhammer, der schier eine Elle lang undverhältnißmäßig dick war.

Laß liegen!" schalt der Alte verdrießlich und wolltedas Instrument bei Seite bringen; aber Jener hielt esfest und forschte dringend, wie es damit bewandt sey.