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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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und wollten die Ursache dieses Drangsals untersuchen;doch der Hofbediente, der sie hineingehoben hatte, ver-läugnete seine Ohren, warf den Schlag zu, und sechsschnaubende Rosse führten die bestürzten Freunde imFluge fort.

Plötzlich fühlten sie sich von ihren Sitzen emporge-schleudert. Sie stießen mit den Köpfen an die Decke,fielen zurück, flogen wieder auf, und waren so wie einPochwerk in einer rastlosen, wilden Bewegung. DerWagen rollte nicht; er hüpft' und sprang, gleich einerElster, auf dem Steindamme hin. Sie riesen umHülfe; kein Mensch hörte sie oder wollte sie hören.Die Vorreiter jagten wie Sturmwinde durch die ödeNacht. Die unglücklichen Freunde! Sie hielten sich fürbezaubert, und baten einander tausendmal um Verzei-hung wegen der grausamen Stöße, die sie sich mittheil-ten. Um diesem Uebel abzuhelfen, warf sich einer aufden Rücksitz; doch die Sache ward dadurch schlimmer.Ihr feindliches Geschick bekam nun uni so mehr Raumund freie Hand, mit ihnen schrecklich zu spielen. Esschüttelte sie, wie Würfel in einem Becher, drunter unddrüber, bis die unbegreifliche Höllenmaschine im Schloß-Hofe stiilhielt.

Mehr todt als lebendig ward der jämmerlich zer-stauchte Pater Eusebius zuerst herausgehoben. Ihmfolgte Herr von Muff in einem nicht viel bessern Zu-stande. Dessen ungeachtet war der härtere Weltmannnoch besonnen genug, daß er den Marterwagen zur Un-tersuchung ziehen wollte; allein man hatte mit gutemBedacht die Fackeln und andre Leuchten entfernt, undin dem Augenblick, da sein Fuß den Wagentritt verließ,rasselte das teuflische Fuhrwerk von dannen. Cr ent-