stätigen. Aber jetzt stimmte plötzlich Herr Peter, seineFliegenjagd fvrtsetzend, im tiefen Baßtone eines Kirchen-sängers folgendes alte Volkslied an:
„Wo k>er Geier auf dem Dache sitzt,
Da gedeihen die Küchlein selten.
Es dünkt mich fürwahr ein Narrenspiet,
Wenn der Herr seinen Narhen gehorcht zn viel,
Und der Unterthan muß es entgelten."
Der Herzog legte horchend die Feder aus der Handund fragte am Ende: „Bin Ich damit gemeint?" —
„Nehmt's, wie Ihr wollt!" antwortete Schönbart.
»Ich befehle dir, Peter, dich deutlicher zu erklären!"
„Ach, sprecht doch dort mit Euren Hochweisheitcn!Ich habe schon wieder vergessen, was ich sang, unddenke jetzt an einen gewissen Bauer und sein Pferd.Es war eine tragische Geschichte."
„Erzähle sie!"
„Ich ging einst im Winter über Land. Da begegnetemir ein Bauer, der einen dürren, mit vier großen,schweren Säcken beladenen Gaul am Zaume hinter sichher schleppte. Ich beklagte das arme Thier; aber derrohe Kerl antwortete: diese Kreatur sey geschaffen, ihnzu ernähren, und das gehe auch trefflich von Statten;er führe Tag für Tag ansehnliche Frachtladunzen voneinem Orte zum andern und stehe sich wohl dabei. —Aber, mein Freund, siel ich ein, Ihr solltet doch dasgute Thier, das Euch nährt, dankbar und menschlichbehandeln; Ihr solltet es besser füttern und mehr scho-nen: denn, vom Hunger entkräftet, muß es über kurzoder lang unter solchen Kameelbürden erliegen. — O,das hat keine Noth! sagte der Klotz. Die Mähre ge-