passen würde. Der arme Huzcl mußte sich daher ein Herzfassen, den reichen Püsterich um zwanzig Thalcr anzu-fprechen.
Er that es mit Bangigkeit, weil er noch niemals eineso bedeutende Summe zu fordern gewagt hatte; als eraber dem stummen Götzen die gewöhnlichen Looszettel insAngesicht warf, erhielt er sogleich das Jawort. Beschei-den nahm er die leichtesten Goldstücke, die er als vollwich-tig anzubriugcn hoffte, und stellte.dafür einen Wechsel aufvier Wochen aus.
„Es ist himmelschreiend!" rief er und rannte wild inder Stube auf und ab. „Die dicke, träge Bcrgräthin,die nicht zu Fuß gehen will, legt es offenbar darauf an,daß ich — ich armer Teufel allein — den Wagen bezah-len, und ihn noch obendrein wie einen Küchcnwagen voll-packcn soll. Aber ich will's wenigstens so einrichten, daßnur der vierte Theil des Fuhrlohns auf mich fällt, wie eSder Gerechtigkeit und christlichen Ordnung gemäß ist."
Er hatte einen Vetter, der erst vor einigen Monatenvon der Universität gekommen und so glücklich gewesenwar, sogleich einen guten Posten zu erhalten. Diesenjungen Mann ließ er zu sich rufen; und nachdem er ihnin einem liebreichen, väterlichen Tone getadelt hatte, daßer zu viel am Schreibtisch hocke und seine Gesundheit da-mit untergrabe, rückte er mit der gütigen Aufforderungheraus, ihm bei der Fahrt nach Kunkclwitz Gesellschaftzu leisten , um sich einmal eine heilsame Bewegung zumachen.
„Mit Vergnügen, lieber Onkel!" sagte Ferdinand,der sich Rechnung darauf machte, freies Fortkommen zuhaben und in Kunkelwitz als Gast behandelt zu werden.Er ward jedoch bald eines andern belehrt. «Ich fahre mit