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Dic unbilligste Liquidation aber ward ihm bei folgen-dem Liebeshandel gemacht.
Er musterte gewöhnlich Abends mit gcwaffnetem Augedie lustwandelnden Töchter der Stadt. Einst wollte erfich schon, mit der heutigen Jungfrauen- und Wciberschausehr zufrieden, in sein Hauptquartier, einen Jtalicnerkeller,begeben, als ncch ein schönes, jüdisches Mädchen, schlank,wie die Zedern Libanons, auf dem Mnstcrplatz erschien,und alle, die vor ihr da gewesen waren, verdunkelte.
Das Zundermännchen brannte vor Sehnsucht, die Be-kanntschaft der reizenden Israelitin zu machen, und es ge-lang ihm bald. Aber die stolze Schöne sah den Wurm,der sich zu ihren Füßen krümmte, verächtlich an, und neigtefich so wenig zu ihm herab, daß er ein Gerüst von gol-denen Uhren und andern Geschenken erbauen mußte-, umzu ihren Lippen hinaufzuklimmcn und den ersten Kuß zuempfangen.
Zwar wollten die Händchen auch wagen,
Zu schlüpfen unrer des Busens Zeit;
Doch mit dem Facher zurückgeschlagenWard unser Held.
Als er aber eines Tages den Angriff erneuerte, sprachdie Tochter Israels: „So geht es nicht, liebes Männchen!Allein wenn Sic fich gefallen lassen, dieses Blättchen mitIhrem werthen Namen zu unterzeichnen, so sollen Siemeinen Fächer nicht mehr zu fürchten haben." Mit diesenWorten überreichte sie chm ein Papier, worauf geschriebenstand:
Gegen diesen meinen Solawechsel zahle ich an "binnen dato und drei Monaten „Eintausend Neichs-thaler. Valuta habe ich baar erhalten re."
Laiigbeiu'S süinmtl. Sehr. XVI. Bd. 5