Attestat mit dem Fieber behaftet sey; allein — es mochtenun hier oder dort sitzen — genug, cs war da und bliebda, bis er sein junges Leben unverletzt in die sichern Win-terquartiere gebracht hatte.
Hier fand sich aber ein anderes, und zwar das Liebes-fieber, bei ihm ein. Das süße Bild der Wiener Stuben-graticn, das ihn wachend und träumend umschwebte, hatteihn jedoch so verwöhnt, daß ihm das ganze schöne Geschlechtan der türkischen Gränze häßlich vorkam, und er langekeine Gespielin finden konnte, wie er sie suchte. Doch,wenn Nosen mangeln, pflückt man Feldblumen. Die rasche,junge Fran eines Ncgimcnttrompeters fand endlich Gnadevor seinen Augen, und er besuchte sie gewöhnlich Abends,
Wenn ihr Mnnn das HnnS verliestUnd zum Hvpsnsn der HnnseUnd der jungen SchnnttcrgnnseAus dem Dorf im Schenkl'nnl blieS.
Die Leckerei der Küsse war jedoch dem jungen Wienernicht nahrhaft genug. Er liebte, wie alle seine Landsleute,eine reichlich besetzte Tafel. Die Frau Trompeterin mußtedaher zu jedem Minncabcnd Halter ä gut Brätel oder Ein-geschneitzcl* zurichten. Ihre Kochkunst erhielt den. völligenBeifall des feinen Zünglers; allein desto weniger war ermit dem Tischgeräth zufrieden. Ihm schmeckte von demthöncrncn Service, worauf die Trompeterfamilie in Er-mangelung eines bessern zu speisen pflegte, kein Bissen.Diesem Nebel abzuhclfen, ließ er das Silbergeschirr undTafelzcug, womit ihn die gnädige Mama zum Feldzugausstattcte, herbcischaffcn, und war nun in seinem Ele-mente.
^ Nngonl.
Lnngbcin'S snmmtt. Schr. XVI. Bd. 4