Sache selbst zu ehren; er lud deshalb seine Gemahlin,der er ohnedem mit andern Vergnügungen nicht dienensonnte, bisweilen ein, sich auf dem Rollbcttchen zu lagern,und unternahm mit hoher Hand, sie zu kutschiren. Daswar nun freilich eine langwellige Schneckenpost. Der Kar-ren schwankte langsam wie eine Wiege, bei der die Ammenickt, von einer Seite zur andern, rückte wenig vorwärtsund ward auch immer bald wieder zur Ruhe gesetzt. Dielängste Station waren dreißig Schlitte in zehen Minu-ten, wie man in den Jahrbüchern des Schlosses von demLeibkarrenschieber ausgezeichnet findet.
»Wird denn der Jäger nicht bald kommen?" hör' ichfragen. Zu dienen!
Jetzt trat er eben in den Marten.
Indem der Herr Baren die Frau Gemahlin karrten.
„Armer Herr Baron!" rief er schon von Weitem; „Sicthun ja so gefährlich, als ob Sic einen Berg fortwälzcnmüßten. Sollte wohl das Fuhrwerk so schwer scpn? Ichgetraue mir's, sammt Ihnen und Ihrer Frau Gemahlinunter den Arm zu nehmen und eine gute Strecke zu tragen."
„Das nenn' ich Wind!" cntgcgnctc der Freiherr mitschallendem Gelächter. „Er komme mir wie gerufen, michabzukühlcn; denn ich bin sehr erhitzt. Nein, nein, meinGuter, das werden Sie mir wohl bleiben lassen."
„Um Verzeihung, Herr Baron," erwiederte der Jäger;»schelten Sic nicht Wind, was keiner ist! Ich kenne meineKräfte und muß nun ernstlich bitten, mir einen Versuch,als Ehrenrettung, zu erlauben."
„Recht gern, recht gern;" antwortete der runde Herr.„Sie erlauben mir aber auch, mich auf Ihre Unkosten rechtsatt zu lachen, wenn Sie sich umsonst bemühen. Und das