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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Die Wellen des SchtafrvckSllmflukhercn schvnDie Liebenden, eh' nochOer arte PatronMit Tr'ppcln und TrappelnUm'S Haus herum kam,

Und draußen am FensterSein Standvrtcheu nahm.

Wie klatschte der DummbartMit knöcherner Hand,

Wie jubelt er kindisch:Scharmant, v scharmant'.

Jetzt schwand er vom Fenster,Und schnell, wie ein Blitz,

Flva wieder sein SchlafrockZum Grvßvatersitz.

Vergnügt, wie ein Gassenbube vom Raritätcnkasten,kam der hochwcise Herr zurück, dankte dem Rittmeister fürdie Entdeckung der lügenhaften Fensterscheibe und sprachdieser Verbrecherin sogleich das Urthcil:Daß sie, wegenüberwiesenen Betrugs, durch seinen Pantoffel vom Lebenzum Tode gebracht werden solle." Stracks vollzog er esauch. Die arme Unschuldige klirrte zum Erbarmen; docherhielt sie ein ehrliches Begräbnis), indem Noscttens schöneHand ihre Gebeine sammelte und sie zur Ruhestätte aufden Schutthaufen brachte. Der Kriegsmann blieb betdiesem von ihm vcranlaßten Justizmorde ganz ungerührtund versprach sogar beim Abschiede, daß er nächstens denLebenswandel der übrigen Fensterscheiben auch untersuchen,und sie, nach Befinden, den Händen der strafenden Ge-rechtigkeit überliefern wolle.

Er eilte hierauf zu seinen Alliirtcn, erzählte den glück-lichen Gewinn seiner Wette, und wünschte dem Jäger,

Lanal'ein'S sümmtl. Schr. XVl. Bd. 3