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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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lichcn Zeche abgchandelt. Der Wein, die Quelle derWahrheit, machte sic offenherzig. Sic gestanden einanderihre Buhlschaften, und cs ergab sich, daß alle Drei diewohlerworbene Gerechtsame des Ehebettes eben so diebischantastetcn, als die Nachdrncker das Eigcnthum der recht-mäßigen Verleger. Einstimmig beklagten sic nur, daß sicdiese Freibeuterei nicht so bequem, als die literarischenManscköpfc die ihrige, bei Hellem lichten Tage treiben dürf-ten , sondern immer, wie Schleichhändler, auf der Fluchtseyn müßten. Freund Gelbschnabel rückte jedoch mit derPrahlerei heraus:Einem Genie scp kein Ding unmöglich.Zhm z. E. sollte wohl, wenn etwas darauf ankäme, mehrals eine List zu Gebot stehen, seine Schöne in Ge-genwart ihres Mannes ungestraft zu um-arme n."

Anfangs schüttelten seine älteren Konsorten, deren viel-jährige Praris mit keiner so kecken That glänzte, hierübergewaltig den Kopf; da sich aber der junge Windflügcl zueinem Pröbchen erbot, so fingen sie an, sich ihres Klcin-muths zu schäme» und erklärten herzhaft:Die Nuß, dieer mit seinen Milchzähncn aufzuknackcn denke, würde wohlauch ihnen nicht zu hart scpn, und sic wollten ihn hiermitauf einen Wettstreit hcranssordcrn." Er schlug ihn nichtaus, und die drei Herren machten nun durch Wort undHandschlag einen Bund, der schier so feierlich war, alsdie Verschwörung eines Häufleins deutscher Gelehrten wi-der den Ritter von Zimmermann, wie in dem Schimpf-und Schandbüchlein: Doktor Bahrdt mit der eisernenStirne re. betitelt, des brcitern zu lesen ist.

Unsere Verbündeten setzten noch fest:Wer von ihnenbinnen acht Tagen mit dem Schifflcin des Versuchs ent-weder gar nicht auszulaufcn wage, oder damit an der