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Herr Pastor, wir wollen sehen, was für ein Thier imFasse steckt. Meine Hunde belle» nicht aus langer Weile."Der Pfarrer ging ungern mit. Er liebte keine andere,als die Ketzerzagd, und ahnete überdieß, so wenig er sichsonst vor Fässern, besonders wenn sie »nt gutem Weingefüllt waren, scheute, bei dem gegenwärtigen ein neuesSchrecke». Je näher sie kamen, je lauter ward die Rotteder Kläffer und je hetzlustigcr der Edelmann. Begierigschlug er den Faßdcckel ab, duckte sich, sah hinein, und —fiel rücklings auf die Erde, daß er die Beine gen Him-mel streckte.
Denn wie ein wilder Eber fuhrEin Unrhier l»S auf i!iu,
DaS in dnn Reiche der NaturSv gräßlich nie erschien:
Ein Scheusal, wie ein Mensch gebaut.
Mit einer buntbefleckten Haut.
Wir kennen das Mcerwundcr, wissen seine Geschichte,und würden nicht so erschrocken sepn. Der Junker abervermuthetc höchstens ein wehrloses Kätzchen im Fasse, undmußte daher natürlich zurückschaucrn vor einem zottigenUngeheuer, das aus dem schönen Niklas, durch MillionenVogelfcdcrn, die an seinem nassen Körper klebten, wirk-lich geworden war. Angst und Verzweiflung, die oft dasfurchtsamste Hasenherz zu einem raschen Entschluß bringen,spornten auch jetzt den Märtyrer der Liebe, wie eine Fu-rie aus seinem engen Gehäuse zu stürzen. Er hätte denheiligen Vater Pabst eben so, wie seinen Kirchcnpatron,niedergcsctzt, um die Flucht ergreifen zu können. Alleiner war kaum über einige Acckcr hinweg, da erholte sichder Edelmann von seiner Bestürzung und brüllte wie einLöwe: „Huffah!"
Langbein'S stmmtl. Schr. xvl. Bb.
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