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und die Erbin eines sehr großen Vermögens war. Der reickeKaufmann, welcher eine zu hohe Meinung vom brittischenCharakter besaß, als daß er Vorsichtsmaßregeln getroffen hätte,um sich nach der Lage und den Umständen seines zukünftigenSchwiegersohnes zu erkundigen, war entzückt über dessen an-ziehendes Benehmen, und gab seine Einwilligung zu der Hei-rath. Dieselbe sollte in der Hauptkirche der Stadt vollzogenwerden, als die Trauung durch ein unerwartetes Ereignißunterbrochen ward.
Kapitän Falconer war nach Rotterdam entsendet worden,um einen Theil der Brigade von schottischen Hülsstruppen,welche dort im Quartier lagen, dem Heere des Herzogsvon Marlborough zuzuführen. Ein angesehener Mann in derStadt, mit welchem er früher bekannt gewesen war, machte^ ihm den Vorschlag, zu seinem Vergnügen sich mit ihm in dieHauptkirche zu begeben, um dort der Trauung eines seinerLandsleute mit der Tochter eines reichen Bürgermeisters zu-zusehen. Kapitän Falconer begab sich nebst einigen Offizierender schottischen Brigade, von seinem bolländischen Bekanntenbegleitet, in die Kirche. Man kann sich sein Erstaunen den-ken, als er seinen eigenen «chwagcr, einen verheirathetenMann, dort erblickte, wie derselbe im Begriff stand, das un-schuldige und schöne Mädchen zum Altar zu führen, welcheser auf ebenso niederträchtige als unmännliche Weise betrogenhatte- Er verkündete auf der Stelle dessen Schurkerei, unddie Vermählung wurde natürlich dadurch beseitigt. DerMeinung besonnener Männer entgegen, welche Sir PhilipForester als einen Schurken betrachteten, der sich der Stellungeines Mannes von Ehre begeben habe, gestand ihm KapitänFalconer noch das Vorrecht eines solchen zu, nahm eine Her-ausforderung zum Duell an, und erhielt in dem Kampfe einetödtliche Wunde.
Solcher Art sind die für uns gcheimnißvollen Wege derVorsehung. Ladp Forester erholte sich niemals von der Er-schütterung dieser betrübenden Nachricht.
»Geschah dies traurige Ereigniß," fragte ich, „genau zurZeit, als das Bild im Lpiegel gezeigt wurde?"