„Allein seine Desertion — seine Annahme einer Befehls-haberstelle unter Hyder — seine Behandlung unserer Ge-fangenen — wie kann man dieß unbeachtet lassen?" erwiderteHartley.
„Nun, es ist möglich — ich spreche zu Euch als vorsichtigerMann und im Vertrauen — daß er uns bessern Dienst inHyders Hauptstadt oder Tippu'S Lager erweist, als es ihmmit seinem eigenen Regimente möglich gewesen wäre. Wasfeine Behandlung der Gefangenen betrifft, so kann ich ihmnur Gutes nachsagen. Er war genöthigt, das Amt zu über-nehmen, weil diejenigen, welche Hyder Ali dienen, unbedingtgehorchen oder sterben müssen. Er sagte mir aber selbst, undich glaube ihm auch, daß er das Amt hauptsächlich nur deß-halb angenommen habe, um im Geheimen uns Beistand lei-sten zu können, während er in Gegenwart der schwarzen Kerlepoltere und uns bedrohe. Einige Narren wollten dieß nichtverstehen, und antworteten ihm mit Schmähredcn und Spott-gedichten; er war alsdann genöthigt, sie zu bestrafen, umVerdacht zu vermeiden. Ja, ja, ich und Andere können be-weisen, daß er sehr gerne uns Dienste erwies, wenn man ihnin seiner Weise verfahren ließ. Ich hoffe, ihm in Madrasbald meinen Dank adstatten zu können — Alles das im Ver-trauen gesagt — guten Morgen "
Durch die widersprechenden Nachrichten verstört, wandtesich Hartley zunächst an den Kapitän des Jndienfahrcrs, Ka-pitän Capstern, von dem er bemerkt hatte, daß er der BiegomMontrcville viel Höflichkeiten erwies, um denselben weiterhinauszufragen.
Als er sich nach den weiblichen Passagieren dieses Offizierserkundigte, vernahm er einen ziemlich langen Katalog vonNamen, worin derjenige nicht vorkam, welcher seine Theil-