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Zehntes Kapitel.
Nach dem verhängnißvollcn, im letzten Kapitel erwähntenDuell waren drei Jahre verflossen: Doctor Hartley kehrtevon seiner amtlichen Abscndung, welche nur einige Zeitdauerte, nach Madras zurück und erhielt dort Ermuthigung,sich als Arzt niederzulaffen; sobald dieß geschehen war, hatteer Grund zu glauben, daß ein Beruf von ihm gewählt sei,der ihn zu Ruhm und Reichthum erheben werde. SeinePraxis war nicht auf seine Landsleute beschränkt, sondernwurde unter den Eingbbornen sehr gesucht, welche allgemeindie Ueberlegenheit der Europäer im ärztlichen Beruf sehr hoch-schätzen, wie groß auch ihre Vorurtheile gegen dieselben inanderer Hinsicht sein mögen. Dieser gewinnreiche Zweig seinerPraxis nöthigte Hartley zur Erlernung der orientalischenSprachen, um ohne Dollmetscher mit seinen Kranken ver-kehren zu können. Er hatte genug Gelegenheit sich als Sprach-kundiger zu üben; denn aus Dankbarkeit für die großen Hono-rare der reichen Moslem und Hindu's, wie er im Scherz zusagen pflegte, leistete er den Armen aller Nationen umsonstseine ärztliche Hülfe, so oft dieselbe in Anspruch genommenwurde.
Eines Abends ließ ihn eine Botschaft des Regierungs-Sekretärs rufen, damit er sich zu einem Kranken von Bedeu-tung begebe.
„Es ist weiter nichts als ein Fakir*)," hieß es in der
^ *) Pilger-