einnehmet, sie sogar noch „„mit der Thräne im Auge"" neh-men, wozu der alte Spruch rät-."
„Herr Richard Middlemas," sagte Hartley, „ich wünsche,es wäre mir möglich, in den wenigen Worten, die ich nochan Euch zu richten gedenke, Euch hier zu erklären, ob ich Eucham meisten bemitleide oder verachte. Der Himmel hat Glück,Auskommen und Zufriedenheit in Eure Gewalt gegeben, undIhr wollt diese Güter von Euch stoßen, um Ehrgeiz undHabsucht zu befriedigen. Würde ich entweder dem DoctorGray oder seiner Tochter hierüber einen Rath ertheilen, sobestände derselbe darin, eine jede Verbindung mit einemManne abzubrechen, welcher sich in Kurzem, ob noch so sehrvon der Natur begabt, als ein großer Thor erweisen wird,welcher ferner, ob noch so ehrlich erzogen, sich vielleicht beieiner Versuchung auch als einen Schurken bewähren kann —Ihr könnt den höhnischen Ausdruck bei Seite lassen, welcherein sarkastisches Lächeln sein soll. Ich werde dieß nicht ver-suchen, weil ich überzeugt bin, daß mein Rath zu Nichts hel-fen wird, wenn derselbe auch nicht einen Argwohn hinsichtlichmeiner Beweggründe erregen sollte. Ich werde meine Abreiseaus diesem Hause beeilen, damit wir uns nicht Wiedersehen;ich werde Gott, dem Allmächtigen, den Schutz der Ehrlichkeitund Unschuld gegen die Gefahren überlassen, welche Eitelkeitund Thorheil begleiten müssen." Mit den Worten wandte ersich verächtlich von dem jugendlichen Anbeter des Ehrgeizesweg und verließ den Garten.
„Halt," sagte Middlemas, von dem Gemälde betroffen,welches seinem Gewissen vorge-alten wurde, „halt ein, AdamHartley, ich will Euch bekennen" — allein seine Worte wur-den in schwacher und stotternder Weise gesprochen und erreichten