risch, vielleicht weil sein Vater ihn dazu mehr mit Geldmittelnversah; sein Anzug war aber weder als neu so geschmackvoll,noch als alt so gut erhalten, als derjenige von Richard Mikdlemas.
Adam Hartlep war mitunter fein im Benehmen, mitunteraber auch etwas unbeholfen, und bei ersterer Gelegenheit sahman ihm das Bewußtsein seines Glanzes zu sehr an. SeinGefährte war zu jeder Zeit reinlich und wohl gekleidet; erzeigte zugleich einen Ausdruck der guten Erziehung, wodurcher stets in Behaglichkeit zu sein schien; seine Kleidung, vonwelcher Art sie auch sein mochte, schien stets gerade diejenigezu sein, die er im Augenblick anlegen mußte.
In ihrer Gestalt fand sich ein noch stärker ausgesprochenerUnterschied. Adam Hartlep war von mittlerer Größe, derbund mit starken Gliedern versehen. Ein offenes englischesGesicht vom ächten angelsächsischen Gepräge zeigte sich unterkastanienbraunen Locken, bis der Haarkräusler dieselben zer-störte; er trieb gern die starken Körperübungcn des Ringens,Boxens, Springens und Stockfechtens, und besuchte, wenn erZeit batte, die Stlerbehen und Kolbenspiele, welche denFlecken bisweilen belebten.
Richard im Gegentheil hatte schwarzes Haar, wie seinVater und seine Mutter, so wie stolze, schön gebildete Gesichts-züge, die aber einen etwas fremden Charakter zeigten; seineGestalt war groß und schlank, obgleich muskelkräftig undthätig; sein Benehmen mußte ihm angeboren sein, denn anZierlichkeit und Leichtigkeit übertraf er bei Weitem Alles,was er in seinem Geburtsort hätte finden können. Er er>lernte in Edinburg das Fechten mit Rappieren und nahmUnterricht bei einem Schauspieler des dortigen Theaters, umseine Redeweise zu verfeinern. Er wurde auch ein Liebhaberdes Drama's, besuchte regelmäßig das Schauspielhaus und