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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
Entstehung
Seite
447
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nach denen Ihr Euch erkundigt, rühmen, habe aber doch die-jenigen gesehen und gehört, welche sie sehr wohl kanntenund mir einen so bestimmten Bericht von ihnen gegebenhaben, wie ich Euch über Maria Theresia oder Friedrich II.geben könnte. Auch will ich frei gestehen, fügte sie lachendhinzu, indem sie mir ihre Bonbonniere reichte, daß ich vonden Jahren 1688 soviel gehört habe, daß ich bisweilen diemeinem Gedächtnis durch häufige und lebhafte ErzählungAnderer eingeprägten Beschreibungen mit Dingen zu verwech-seln geneigt bin, die ich selbst wirklich erlebt habe. Nochgestern ertappte ich mich, wie ich Lord M. den Festzug desletzten schottischen Parlamentes mit so vieler Genauigkeit be-schrieb, als hätte ich denselben ebenso wie meine Mutter vomBalkon in Lord Murrap's Hause zugesehen."

Ich bin überzeugt, Ihr müßt Lord M. einen großen Ge-nuß verschafft haben."

»Ich gewährte ihm den Genuß eines herzlichen Gelächters,wie ich glaube", erwiderte sie,allein Ihr seid es, ihr schänd-licher Verführer der Jugend, welcher mich zu solchen Thor-heiten verleitet. Doch will ich mich vor meiner eigenenSchwachheit schützen. Ich weiß nicht, ob der ewige Jude eineFrau hat, es sollte mir aber sehr leid thun, wenn eine an-ständige schottische Dame von mittlerem Alter für diese Per-son gehalten würde."

Ungeachtet dessen muß ich Euch, mn belle Cousine, jetztetwas mehr mit meinen Fragen quälen; denn wie kann ichanders Schriftsteller werden, als durch die mannigfache Kunde,die ihr mir so oft über den Zustand unserer alten Sittengegeben habt "

Halt, ich kann Euch nicht gestatten, dem Stoff EurerErkundigungen einen so ehrwürdigen Namen zu ertheilen.