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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
Entstehung
Seite
422
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uen thätigen Fleißes und mäßiger Vergnügungen erschallt,unter hohen felsigen Höhen, die schweigend und einsam wiedas Grab sind; die Eine zeigt die volle Gluth des Lebens,welche mit der Kraft einer Überschwemmung weiter stürzt;die Andere gleicht einem ergrauten Einsiedler, dessen Leben sostill und unbemerkt wie der leichte Bach vorüber fließt, welcherungehört und kaum erblickt aus dem Brunnen des Schutz-heiligen sich ergießt. Die Stadt gleicht dem geschäftigenTempel, wo der Comus und Mammon der neueren Zeitenihren Hof halten, und wo Tausende Bequemlichkeit, Unab-hängigkeit und sogar die Tugend vor den Altären derselbenopfern; der mit Nebel umhüllte und einsame Berg erscheintdagegen als der majestätische aber furchtbare Geist der Feu-dalzeiten, als dieselben Gottheiten Adelskronen und Güterunter diejenigen vertheilten, welche Köpfe hatten, um kühneUnternehmungen zu entwerfen, und Arme, um dieselben aus-zuführen.

Ich habe gleichsam die zwei äußersten Punkte der mora-lischen Welt an meiner Thürschwelle. Vor meiner vorderenThüre führt mich ein Spaziergang von wenigen Minuten indas Herz einer reichen und stark bevölkerten Stadt; wenigeSchritte aus dem entgegengesetzten Eingänge bringen mich ineine so vollständige Einsamkeit, wie der deutsche PhilosophZimmermann sie nur hätte wünschen können. Sicherlich kannich mit solcher Unterstützung meiner Einbildungskraft besserschreiben, als besäße ich eine Wohnung in der neuen Stadt,oder eine Dachstube in der alten. Wie der Spanier sagtVisums liorsge!

In einer Zeitschrift wollte ich meine Geistesprodukte wegenzweier Gründe nicht herausgeben. Erstens mag ich nicht eilen,und habe an Mahnern in meiner Jugend genug gehabt, so