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eine Dynastie; Kutscher find ihre Staatsminister, und dasUmwerfen einer Kutsche ein wichtigerer Vorfall als ein Mini-sterwechscl. Ihr einziges Interesse unterweges betrifft dieZeitersparniß und die genaue Nachrechnung, daß der Kutscherdie Stunde einhält. Dieß ist sicherlich eine elende Entwürdi-gung des menschlichen Geistes. Befolgt meinen Rath, meinguter Herr, und trefft die uneigennützige Einrichtung, daßEuer geschicktester Kutscher ein- oder zweimal vierteljährlicheine Kutsche mit diesen überflüssigen Reisenden umwirft, undzwar zum Schrecken derjenigen, welche wie Horaz sagt: amStaube Entzücken finden, den ihre Räder erheben."
Die stehende Figur eines Postkutschenpaffagiers wird ohne-dem auf abscheuliche Weise selbstsüchtig; er entwirft erfolg-reiche Pläne um den besten Platz, das frischeste Ei, das vor-züglichste Stück des Rinderbratens zu erhalten- Die Reiseartist der Tod aller Höflichkeiten und Rücksichten der Artigkeitim Leben; sie führt sogar zur Demoraliflrung des Charaktersund zum Rückschritt in die Barbarei. Ihr gestattet uns aus-gezeichnete Mittagessen, aber nur zwanzig Minuten, um siezu verzehren; was ist die Folge?
Die blöde Schönheit fitzt bei uns auf einer Seite, diefurchtsame Kindheit auf der andern; das achtbare aber etwasschwache Alter hat uns gegenüber einen Platz eingenommen;alle diese verlangen die Handlungen der Höflichkeit, welchejeden Stand an der Tafel des Mittagmahles gleichstellen.Haben wir auch Zeit — wir, die Starken und Thätigen inder Gesellschaft — die Pflichten der Tafel den mehr sich Zu-rückhaltenden und den Blöderen zu erweisen, gegen welchewir zu diesen kleinen Aufmerksamkeiten verpflichtet find? DerDame müßte man zum Huhne, dem alten Herrn zum mür-ben Stück Rinderbraten, dem Kinde zum Kuchen verhelfen.