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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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eine Dynastie; Kutscher find ihre Staatsminister, und dasUmwerfen einer Kutsche ein wichtigerer Vorfall als ein Mini-sterwechscl. Ihr einziges Interesse unterweges betrifft dieZeitersparniß und die genaue Nachrechnung, daß der Kutscherdie Stunde einhält. Dieß ist sicherlich eine elende Entwürdi-gung des menschlichen Geistes. Befolgt meinen Rath, meinguter Herr, und trefft die uneigennützige Einrichtung, daßEuer geschicktester Kutscher ein- oder zweimal vierteljährlicheine Kutsche mit diesen überflüssigen Reisenden umwirft, undzwar zum Schrecken derjenigen, welche wie Horaz sagt: amStaube Entzücken finden, den ihre Räder erheben."

Die stehende Figur eines Postkutschenpaffagiers wird ohne-dem auf abscheuliche Weise selbstsüchtig; er entwirft erfolg-reiche Pläne um den besten Platz, das frischeste Ei, das vor-züglichste Stück des Rinderbratens zu erhalten- Die Reiseartist der Tod aller Höflichkeiten und Rücksichten der Artigkeitim Leben; sie führt sogar zur Demoraliflrung des Charaktersund zum Rückschritt in die Barbarei. Ihr gestattet uns aus-gezeichnete Mittagessen, aber nur zwanzig Minuten, um siezu verzehren; was ist die Folge?

Die blöde Schönheit fitzt bei uns auf einer Seite, diefurchtsame Kindheit auf der andern; das achtbare aber etwasschwache Alter hat uns gegenüber einen Platz eingenommen;alle diese verlangen die Handlungen der Höflichkeit, welchejeden Stand an der Tafel des Mittagmahles gleichstellen.Haben wir auch Zeit wir, die Starken und Thätigen inder Gesellschaft die Pflichten der Tafel den mehr sich Zu-rückhaltenden und den Blöderen zu erweisen, gegen welchewir zu diesen kleinen Aufmerksamkeiten verpflichtet find? DerDame müßte man zum Huhne, dem alten Herrn zum mür-ben Stück Rinderbraten, dem Kinde zum Kuchen verhelfen.