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traurigen Bericht von meinem armen Freund, indem er michetwas bei Seite von der Dame zog. „Das Lebenslicht,"sagte er, „zittert und ist im Erlöschen begriffen, ich erwartekaum, daß es zu einer augenblicklichen Gluth wieder empor-siackert, mehr ist unmöglich." Alsdann trat er zu seinemPatienten und legte demselben einige Fragen vor, die derarme Kranke, obgleich er die freundschaftliche und ihm ver-traute Stimme zu kennen schien, nur stotternd und in unvoll-kommener Weise beantworten konnte.
Die jüngere Dame hatte sich ihrerseits zurückgezogen, alsder Doctor seinem Patienten näher trat. „Ihr seht, wiees mit ihm steht," sagte der Doctor zu mir hingewandt,„einst hörte ich, wie unser armer Freund in einer seiner treff-lichen Reden vor den Gerichtsschranken eine Beschreibungeben dieser Krankheit gab, die er mit der von Mezentius an-befohlenen Folter verglich, als dieser einen Leichnam an einenLebendigen fesseln ließ- „Die Seele," sagte er, „ist in einemKörper von Fleisch gefangen, und obgleich sie noch ihrenatürlichen unveräußerbaren Eigenschaften besitzt, kann sie die-selben ebenso wenig üben, wie ein Gefangener sich als einmit Freiheit thätiger Mann betrachten läßt. Ach! daß wirihn, welcher diese Krankheit so schön bei Andern beschreibenkonnte, als die Beute desselben Leidens erblicken müssen!Niemals werde ich den feierlichen Ton seines Ausdrucks ver-gessen, womit er die Unfähigkeiten der vom Schlage Gelähm-ten — das betäubte Ohr, das verdunkelte Auge, die ver-krüppelten Glieder — in den edlen Worten JuvenalS zu-sammenfaßte.
Hlembrorum äamno maHor, äementia, yuae nee
Nomina «eivorum, nee vultum a§nosc!t amiei."