Die erste der Erzählungen, die Herr Croftangry demPublikum vorlegt, „die Wittwe des Hochlandes," kommt vonder so eben erwähnten Dame, und ist mit Ausnahme weni-ger hinzugefügter Umstände, deren Einführung ich beinahezu bedauern geneigt bin, beinahe in derselben Art hier wie-der gegeben, wie sie ausgezeichnete alte Dame die Geschichtezu erzählen pflegte. Weder der hochländische Cicerone, nochdie ernste Aufwärterin, sind der Einbildungskraft entnom-men; als ich nach einigen Jahren meine Erzählung wiederdurchlas, und deren Wirkung mit meiner eigenen Erinne-rung an die sehr rührende mündliche Erzählung meinerwürdigen Freundin verglich, mußte ich empfinden, daß ichderen Einfachheit durch Einschiebungen zerstört hatte> welcheich, als ich sie niederschrieb, ohne Zweifel für Verschönerun-gen hielt.
Die zweite Erzählung, mit dem Titel: „die zwei Vieh-händler", verdanke ich einem alten Freunde, und zwar dem-selben Herrn, der das Original meines Alterthümlers ge-wesen ist. Derselbe hatte den Assisen in Carlisle beigewohntund erwähnte selten des ehrwürdigen Richters Anrede andie Geschworenen, ohne Thränen zu vergießen; was eineneigenthümlichen Eindruck machte, weil Thränen auf Gcfichts-zügcn hinunter stoffen, die eher einen sarkastischen, ja cyni-schen Ausdruck hatten.