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10 (1853)
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bei ihnen weniger auf bie ©acpe felber an, ald »ielmehr auf»ad Slnfehen berer, benen fte, ald G:tnftd;td»otIern, folgen jumuffen glauben. Sei bergleid;en SDlenfchen entfd;eiben oft gering*fügige dfleintgfetten über il;r gattjed Smtered. ©inb fie mit che*maligen greunben entjweit, beren @runbfä£e fte fünf! liebten,fo ocrlaffen-fie mit beit gewefencn greunben auch beren ©runb*füge, ~aug §>af ober Seracpiung ber ferfonen. ©inb fte hoch*müthtg unb eitel, wollen fte gern für mehr gelten, ald fte ftnb:fo nehmen fie Sott, Scbendart unb Meinungen berer an, weichefte für »ornehmer unb angcfebetter halten, unb benen fte ähnlichfein möchten. Seiber gibt ed folget Seute »tel, bie ohne alle©elbflffänbigfeit ftnb, ftch in ihren Urtheilcn, wie in Kleibern,immer nach ber hcrrfchcnben 5Wobe richten; nur bcnlen, glaubenunb meinen, weil Slnbcre fo benfen, glauben unb meinen; unbim 3ahr ihre »erntenden Ueberjeugungen mehrmals abänbertt,weit fie feine wahren Ueberjeugungen bcftfjen, »on benen ihrSBefen burebbrungen tfi-, fonbern nur mit Slacpbetereien grofihun.Siechte Ueberjeugung fommt nicht »on ülufcen in und hinein, fon»bern fte blüht and unferut Snnerflen ald grud;t unferd eigenenSlacpbenfend, unferd eigenen ©emüthdbebürfniffed her»or.

©o lange in rcligiöfcn Sachen unfer ©lauben btofsed @e*bächtnifwerf, 3lad;plappern unb Sinnehmen und »orgefprochenetMeinungen ift, haben wir in bem, wad bad §>eiligffe bed menfeh*liehen ©entüthed ifi, feine gefligfeit, feine SBahrheit, feine Sluhe,feine gteube, feinen ©egen. SDarunt liegt und ob, wenn wirenblid; einmal über bie allerwichtigflen Slngclegcnheiten unferdinnern Sehend unb unferer ewigen 3ufunft ind Sleine fommenwollen, ernfihaft barüber nachjttbenfen: wad swingt mid; meineSernunft unb mein ©ewiffen, für wahr ju halten, unb wadnicht? wad ifl eigentliche §auptfache in ber Sleligion geftt fürmich unb meinen ©eelcnjttflanb, unb wad habe ich ba»on mehrX. 13*