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10 (1853)
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eo ifi ein Sicht, angejünbet aller 2Mt, bie£erjen ju erleuchtenunb junt ©uten ju erwärmen, SBenn bie Slhoflcl juwcilen felbftben gelehrten 3ubcn über fpifcftnbige ©treitfachen fchticbcn,fo traten fte c$, um Sitten allerlei ju werben, unb auch fte bem£errn ju gewinnen, Siber nicht in folgen ©rübeleien bcflanb,felbfi nach ihrer Sehre, baO wahre ©hriflenthum: benn bajtt ifinicht jeher SKenfch geeignet, mit gelehrten ©äfcen ju fpteten;fonbern ti befiehl in llnfchulb unb Siebe unb £cr$cnbgüte, in©ottähnlichfeit. SBenn ihr nicht werbet wie bie Äinblein, werbetihr nicht in baö SReich ©ottcö etngehen. 2Baö alfo mit ©charf»ftmt gelehrt wirb, aber Weber beit Serfiattb erleuchtet, noch baö5erj erwärmt jur SBcgicrbe, ©ott ähnlich ju werben: ba$ gehörtnicht sunt wahren SBefcn beb ©hrificnthumO. Daö ©öangeliumift lein tobteb SBiffen, fonbern ifi eine Äraft ©ottcö, bieba lebenbig macht; tfl nicht ein trägeö Dafürhalten, «Keinenunb ©lauben, fonbern ein ©treben beb ©etflcö, boUfommcn unbheilig ju werben, wie unfer htntmlifiher Sater »ottfontmen ift.Ser «Kenfch wirb burch bie SBerfc ber Siebe gerecht, nicht burchben ©tauben allein. Denn gleich wie ber Seib ohne ©eifi tobt ifi,alfo ifi auch ber ©laubc ohne bie SOBcrte tobt. (3af. 2, 24. 26.)

©0 ifi alfo ein anbereb unb unläugbarcä unb ewiges $enn*jeicheit beb wahren ©hriftcnthumä, bafj baffelbe ben «Ken»fchen beffer, gottähnlichcr, liebebolter gegen ©ei*ncägleichen,bemiithiger, uncigennüfcigcrmacht; ba? ihm «Kuth ju allem ©uten gibt; bah ihn »on ber§crrfchaft feinet ftnnltchcn Scgierbcn unabhängiger macht; ihm©ewalt gibt, feine rohen, oichifchen ©elüfie s u unterbriiefen.Da3 wahre ©hriflenthum fteht nicht auf ©elb, @ut, ©chönheit,«Ruhm, ©hrcnflctten; e$ fteht auf Sefferung beb ©emitthö unbleitet unfer Verlangen bahnt. Das Ijöchfle aller ©ebotc beS©hrifienthums ifi, wie es uns 3efuö ©hrtfiuS gab: Du fottfi