Druckschrift 
10 (1853)
Seite
232
Einzelbild herunterladen
 

232

fuS. Unb nun fab man betenbe Raufen »or bcn Sobtengcbctnen»on SSärttrern, »or Silbntffcn ^eitiggcnannter ©{erbltc&cn, »orfetbflgefcbaffenen $reu 3 cSbtlbcrn Inten, unb ihnen eine faft gött=liehe Sercbrung bringen. 28enn ihr betet, foitt ibr nicht pla»«pern, wie bic getben; benn fte meinen, fte werben erhöret, wennfte »ict SSorte machen. Sarum fottt tbr ihnen nicht gleichen!fbrach ber ©oh« ©otteS. Unb nun hörte man Saufenbe lange,auswenbtg gelernte ©ebete in Kirchen unb über ben ©reihernber SMrtirer berblafjpcrn; ©ebete, bie Siele nicht einmal »et«flanbcn; ©ebete, bet benett ftch bie A3enigften etwas bachtcn,mtb bamit glaubten fte ihrem ©ott 31 t bienen unb feine £ulb51 t erwerben. Ser SBeltheilanb hatte cinft gegen ben 3rrtbumber ©amariter unb Silben geprebfgt, »on benen bie ©inenglaubten, 3eh°öa taffe ftch am liebften auf beut Serge ©arijin,bie Anbern, er taffe ftch ant liebften 31 t Serufalent anbeten. 3hrtuiffet nicht, was ihr anbetet, fprach ber £err: aber es lomrntbie 3eit, bah bie wahrhaftigen Anbeter werben ben Satcr ambeten im Seifte unb in ber SBahrheit! Sun warb halb eine.Strebe heftige als bic anbere, eine »on ©ott begnabtgter unbwunberwirfenber alb bie anbere geachtet. Ser Offenbarer©otteS, beb £>crrn, Sefuö, l;nt gefagt: ©ott ift unfer Silier Sa«ter int Fimmel, ihr feib feine Sinber. Sähet euch bent ewigenSatcr mit ftnblidfent Scrtrauen, unb was ihr bitten werbet inmeinem Samen, baS wirb er euch geben. Sun fab man ©ottnicht mehr als feiner ©rfchaffencn Satcr, fonbern als einen £ocb*gewaltigen bargeflcttt, ber wie ein trbifd;er SSacbtbabcr feineScitbe, feine Steblinge hätte, an bie man ftch »m ihre gürbittcwenben müffc, um »on bem Söntge bes SBeltattS eine ©abe juerhalten.

Stic cntftctlt war bie Seltgion 3efu! Unb fie warb »on3abr 31 t 3«hr wehr burch heibnifche Segriffc unb Aberglauben