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fabeln mö<§te ich aber bic 3ünger 3efu ritJ^t au fyart, wenncd) bebenfe, bafj ihre SBorflettung bom 2Be,tn unb ber gwbcitbeö SOTefftaö eine Meinung war, bic bamalb panj Sf^ael t>e^errfd;te,unb feit 3af;r$unberten bon SSäteru auf jf.nber unb jStnbeeftnbcrfortgeerbt unb aubgebifbet war; — wenn ich bebenfe, wie auf er»orbentfiel) groß bie ©ewalt febeb SSorurttcilö ifi.
2Web, wab ich ohne hinlänglich überjeugenbe Sewcifc für wahrannebme, unb offne weitere Prüfung ber 9tid>tigfcit glaube, ifiSßorurtDeil. @b ifi 33orurffeil, bic Sache mag an ftcb fefbjt nunwafr ober falfcß fein. SWacl;c ich eine borgefaßte Meinung jutn©runbfafj meiner ©enfungbart, jur Diidjtfc^nur meiner §>anbfungb*weife; wirb fie bureß ©ewofmpett gleichfam ein S3efianbtpeif meineb©emiitbb: fo ifi fie einer ber gefäßrltchiicn gehler beb 33erftanbcb,eine waffre Jfranfpett ber Uripctlöfraft, unb feßwer aubäurotten.©enn wer fie aubrotfen will, muß gugleic^ affe übrigen begriffe,Urtbeite, SBorfiellungen unb Slnficßten, bie feit 3<Jfw unb Sagbannt bei mir berfnüpft waren, öertifgen. ©r »ernic^tet bamitmeine bibberige ganje ober tbcitweife Sinfcpauung ber SBeft.
SDfan fann ftef baraub erflären, mit wie bieten ©cbwierig*feiten bie §>inwegräunutng ber Sorurtbeile bri einem gangen Sfolfe,ober bei einzelnen Sßienfcben berbunben ifi; man fann fieß sugteicbbaraub erffären, mit welcher ßartnätfigen tPebarrlichfeit gewiffe^Jerfonen an ihren Sorurtbeifcn fefljubalten pflegen, auch fcfbflbann, wenn fie bon ber galfcßbeit berfelbcn bollfommen überzeugtftnb. Smmer bleibt noch bon ber aften Meinung etwab bongen.3f?an fann baraub jugfeicb fcßlicßen, wie nacßthcilig eine gemalt»
• fame, ptö$licbe 3erfiörung affer SSorurtbeilc bei benen fein fann,bic fofebe einmal angenommen unb ju ihrem ©emütbbcigcntbmngemacht hoben.
©brifinb war baber in Seßanblung ber jübifeben 25orurtbeilcungemein bebutfam unb glimpffich. ©r hütete fiep wohl, bicje=>