Druckschrift 
9 (1853)
Seite
307
Einzelbild herunterladen
 

307

ßättniffen. ©ie gaitje ©inricßtung feines Sehens warb anbei«unb neu. ©o follen auch wir tßun.

3ol;anncb war ber ©oßn eine« frommen ^friefterb, ßtamenb3achariab, unb einer tugenbßaften Butter, ßtamcnb ©lifabetb-©icfe nun war bie greunbin fDlariaS, ber -Kutter 3cfu. Seibclebten in öerfcßicbenen ©täbten, aber bocß befugten fie ftch P*weiten gegenfcitig, unb eb ift nicht unwahrfcheinlicß, baß 3s*hnnncb unb 3efub alb Säuglinge einanber faßen unb bannten,ba fie ohne 3weifct atb ibinber unb ©efpielen öon ihren SD?üt®tern sufamntengeführt worben waren. Seibe hatten faft einerleiSitter; 3ohanncb mochte nur etwa ein halbes Saßr älter fein.S3cibe hatten gleiche Steigung ju göttlichen ©Singen; boch er*bannte 3ohanneb bie überlegene ©eijiebboheit feines greunbeswillig unb betreiben an.

@S ift unbebannt, welche ©cßicffale beibe Säuglinge »ott ein«anber trennten, ©S ift unbebannt, ob 3efuS bib im hohem Süng»lingb * unb im beginnenben Kannebaltcr jit Stajarcth geblieben.9lur bab ©innige wtffen wir gewiß, baß 3oßanncb fiel) früh tnbie ©infambeit begab, wo er fleh frommen Betrachtungen unbHebungen wibmetc unb ein ftrengeb, cnthaltfameb Seben, mitVerachtung aller irbifeßen Stnnehmlicßf eiten, führte.

3efub mochte ungefähr neununbjwanjtg 3ahre alt fein, alb 3o»hanneb, jum Kanne gereift, nun öffentlich auftrat unb lehrte,©effon fein Sleußereb erregte Sluffchen. 3n einem Äleibc »onSbameelßaaren, um feine Senben einen lebernen (Dürtel, faßman ihn in freiwilliger Slrmuth längb bem 3orban prebigett. ©rnahm leine anbere, alb bie Staßrung beb bürftigften Kenfcßcn:wtlben §>ontg, ober bie große §>eufcbrec£e beb KotgenlanbeS.©eine Sieben über bab ßerrfeßenbe SSerberben beb 3ettalterSwaren erfchiittcrnb. ©o hatte noch deiner »or ihm gefproeßen.©r rebete ganj im ©eifte ber hohen Sitten unb fpropßetsn; er