56
fanft entfchlafcn im Sinn ber Ittflöfuttg, alb ber ftch nach ihrfel;nte. Unb hoch erinnert fiel; ber gewöhnliche ffienfeh nur ungernan Job unb ©rab. Sb ifi fo natürlich. 2Bäre auch bie ange»botne, natürliche Sebcnblicbe nict;t fo heftig unb innig in jebetnSterblichen, alb fte wirflich ifi: wie folltc nicht Ibttcigitng gegenSobebgebanfcn entfiedert, ba fte öon Klent bab ©egentheil ftttb,it>aS unb tu biefer SQBett greube maiht? Ser Sob enbet ttnfcrcHoffnungen, »erntetet ttnfcrc fchönflctt Sntwürfe, trennt unb öonunfern fünften ©ewohnheiten, nimmt unb bon unfern Iclternunb Äinbern, Srtibern, grcitnbeit unb grcttnbitinen mit unbarin*herjtgcr ©cwalt hinweg. Ich, er hat unb fchon manche unferertheuerflen Mcinobe beb Sebenb entriffen.
Unb wenn bent nun alfo ifi: warum wollen wir unb bttrehbie öftere Srimtcrung an ©rab unb £ob benn noch bie wenigeSufi oerberben, bie wir tut Sebett haben? ©eniefen wir hoch biegrettbe noch btefen IttgenblicE, ba fte unb bfü(;t, ohne fie unbfclbcr muthmtlltg jtt oerberben! — Sieb ifi bie Sprache Steter.3a, ihrer Siele ftnb, welche eben barattb felbfl ber chrifltichenSetigion einen Sorwttrf machen wollen, baf fte trauriger Irtfei, unb immerwährettb an bie fnnfätligfcit bebSebenb, an Sobunb ©eriept mahne.
Iber fürwahr, wer nicht heiter über ben Sob benfen fann,ber hat auch noch nicht heiter unb beutlich über bab Sebcn ge»bacht. 2Bent ber Sob ein bunflcb unb eben bebwegcit ein wtbrigebSilb ifi, bent ifi auch bab Sebcn felbfl ein öcrworrcneb Säihfet;ber ifi mit ftch fetber noch nicht einig, warum erba fei, unb wabbab Sehen für ihn bcbeutc. Sb fommt nicht barauf an, wab wir,um alb oernünftige SBefcn ju gelten, gern benfen, fonbern wabwir benfen ntüffen. Iber bie fMtgiott tfi’b, welche unb babSäthfel beb Scbcttb auflöfet, unb eben baburch Jttm Säthfel beb£obeb ben Schtüffel gibt. SJeit entfernt, baf bab wahre Shriflen»