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9 (1853)
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SOZenfc&en, oom ©egen ©otfes ob. Sille ©elbfummctt mattennicht glücflicb, wenn wir nicht burcp unfere ©emüthseigenfcbaftcnfähig ftnb, wahrhaft glücflich ju fein. SBohl ftcbert ein anffätt»DigeS Vermögen unfere Äinber »or oHjugrcfer Sibhängigfeit öonSOTenfcbcngunff ttttb SOTenfchcnlaunen. Sllletti wer feine ßinber foerzogen hat, baff fte felbfi unabhängig oom ©elbe glüdlicp unbzufrieben fetn fönnen, erfi ber hat ihnen einen wahren SJeichthumhinterfaffen, ben nicht ©iebe flehten, nicht bie Beitumflänbe ber»mtnbent, nicht bie SOTotten freffen fönnen. Unb enbltch, wennnur feine anbere Srruhtgitng beim Slbfiptebe oon ben Unfrigenhaben, als baft mir ihnen einiges Vermögen hintertafTen, mitbentfie ftd) weiter helfen fönnen; wie wenig haken wir gethan!©aS tpun ja auch bie Reiben. 333ir leifieten nur nuferer brin*genbften Pflicht, unfernt eigenen Gtfwgefz ©eniige.

Vocp Slnbere pflegen ftch für bie SEobeSfiunbe eine greube auf»zufparett, beren fte ftch für baS ganze Sehen fonff ju beraubenhartherzig genug gewefen ftnb. 5D?an hört gewöhnlich, baß©terbenbe allen ihren SSiherfacpetn »erziehen unb fith mit ihnenaufrichtig auSgcföhnt haben.

SüBoht iff Verföpnung mit geinben eine h»be ©eelenfreube.ES iff baS Beiden eines »ortrefflichen ©emütpS, wenn wir freunb»fcpaftlicb Beben um Verzeihung bitten, ben wir aus ©tolz, ober§>abfucht, ober tu aufwatlcnbem Born gefränft haben. ©ochreiht betrachtet, was iff eine Verföhnung mit unferngeinben auf betn ©terbebette? 3n ber Spat, nichtsiff fte, als eine Erflärttng, mit ihnen grieben ju inanen, weitwir ihnen nun hoch nicht mehr fipaben fönnen. V3aS wirft bu»on Per VerföhnungStuff eines ÜOTenfcpen halten, ber bir, wenner intÄerfer ftfjt, greunbfepaft unb grieben getobt, unb wegenoeS Vergangenen beine Verzeihung wünftbt? SEBaS iff Ver*föhnung mit unfern geinben, wenn wir auf bem ©terbebette