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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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zu wende». Aber nichts erschütterte das festentschloffcne Wetb.Nachdem die Franzosen endlich ans Navarra verjagt und beträcht-liche Abtheilnngen des kastilischcn Heeres vor Toledo zusammen-gezogen Ware», blieb sich Donna Maria gleich. Sie vcrtheidigtedie Stadt mit Glück; die Königlichen wurden in mehrern A»s-sällen geschlagen; die Belagerer sahen ihre Arbeiten »in nichtsvorrücken.

Plötzlich aber erklärte sich, nach dem Tode des Erzbischofs vonToledo, die Geistlichkeit gegen sie. Der Erzbischof war ein Aus-länder gewesen, und das der Hauptgrund von der bisherige» Wider-setzlichkeit der Priester. Nu» Karl v. aber an die Stelle des Ver-storbenen einen Kastilianer ernannte, fiel die Ursache der länger»Unzufriedenheit hinweg. Nun fingen die Geistlichen an, ihre Ver-lornen Schätze zu beklagen. Nun machten sie dem Volke die kühneFrau verdächtig, sagten, sic danke ihr ganzes Ansehen im Volkenur gottlosen Zauberkünsten; sic habe einen Spirilus lamiiisris,der ihr in Gestalt einer Negerin überall folge, und dieser böseGeist flüstere ihr alle Rathschläge ei». Das wirkte, und um somehr, da das Volk von der Länge der Belagerung ermüdet warund keine Aussicht ans Beistand von den ander» Städten hatte.Es entstand Aufruhr. Donna Maria mußte sich aus der Stadtin die Zitadelle zurückziehen. Auch hier vcrtheidigte sie sich mitbewundernswürdiger Standhaftigkeit noch vier ganze Monate, bissie aufs Aeußerstc gebracht war. Dann ließ sie die Festung über-geben ; sie selbst aber entfloh verkleidet nach Portugal, wo sie nochVerwandte hatte, und entkam glücklich.

So endete der Aufstand Spaniens im Jahre 152l. Und daßer gerade so endete, während er doch nicht die Wirkung einzelnerMißvergnügten, nicht das Machwerk einer Faktio», sondern einefurchtbare Aeußcrung der allgemeinen Mißstimmung des Volks ge-wesen war, beweiset, daß Unfähigkeit der Führer, oder Zwietracht