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wird sich die göttliche Sophia in Jeden von »ns versenken. DasAlles ist so sonnenklar, wie das Hohelied Snlomons.
Mir verloren beinahe zwei volle Stunden über das theosophischeGeschwätz des alten Mönchs, der ganz Feuer ward, besonderswenn ihm einfiel, daß sich die göttliche Sophia auch in ihn ver-senken werde.
Ein anderer Ordensbruder, dem wir begegneten, ein Mannvon dreißig Jahren, machte sich, wie es schien, weniger ans dieserHoffnung, obgleich er schon seit dreizehn Jahren in diesem Hansewohnte. Er sagte, die Ordensregel wäre bei weitem so scharfnicht, wie der Alte vorgegeben habe; die Dunkcrs theilten »nrden Ertrag ihrer Arbeit unter einander, wenn sie Lust hätten;lebten nach Gutdünken; tränken auch Kaffee und Thce. Ans unsereFrage, ob sich viele Brüder verheirathetcn, nnd ob das nicht einVerbrechen sei, erwiederte er: viele thäten cs, nnd wie er meinte,thäten sie recht daran; denn die Frauenzimmer wären auch liebens-würdig.
Ehe wir den alten Vater verließen, dessen Redlichkeit t» densrommen Berichten uns der junge Mönch schon etwas verdächtiggemacht hatte, überzeugten wir uns mit eigenen Angen, daß esdoch mit der harten, einfachen Lebensart so gar genau nicht ge-nommen werde. Denn wir erblickten in einem an das seinigestoßenden Zimmer ei» recht schönes Federbett, in welchem er, wieder junge Dunker behauptete, alle Nächte schläft. Der Alte ge-stand »ns selbst, daß er bisweilen darin ruhe. Wir erblickten inder Kirche einen ansgeschmückten Platz, wie ihn irgend nur derPrior eines Benediktinerklosters haben kann. Die Mönche sindsich überall gleich: überall Menschen, die sich durch TäuschungAnderer ein behagliches Leben machen wollen. Neberall, in Amerikawie in Europa, werden die Menschen jederzeit dieselben sein, wennman sie ln dasselbe Verhältnis! setzt. Das Hans sieht wie ein