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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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378
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Wir verweilten unterwegs, sagt er, t» Ephrata, wo wir dieDunkers, eine Art Mönche, besuchten, welche in Amerika durchihr einsames Leben bekannt, aber wenig zahlreich sind. Wir hattenan das Oberhaupt dieser Gesellschaft, den Pater Miller, einenBrief. Die Wohnung dieser Einsiedler ist ein Hans, schlecht VonSteinen erbaut und mit schlechten Brettern gedeckt. Von den Ein-wohnern ist nur ein geringes Neberbleibsel noch vorhanden. Vorvierzig Jahren lebten deren hier bei sechszig. Wenig Schritteweiter steht das Schwesternhaus desselben Ordens; zehn bis zwölfSchwestern leben hier noch, und unter denselben Befehlen.

Der ehrwürdige Pater Miller war der erste Mönch, welchenwir fanden. Er war allein zn Hause; die übrigen Brüder warenzur Erheiterung ausgegangen, um sich des SabbathS zu erfreuen;denn die Dunkers feiern den Sabbath. Pater Miller, ein bei-nahe achtzigjähriger Greis, hat noch eine lebendige Phantasie undviel Feuer im Blick. Wir erkundigten uns neugierig um Stiftungund Lehre des Ordens. Pater Miller that unfern Wünschen mitgrößerer Ausführlichkeit Genüge, als wir begehrten. Das Ge-ringste des Lehrbegriffs, das Einzelnste aus der Geschichte derDunkers mußten wir anhören. Die Geschichte ist eine Kette vonThorheiten, wie die aller Mönche, welche sich aus Ehrgeiz oderfrommer Begeisterung dem Staate entziehen wollten.

Ein Deutscher, Namens Konrad Peisel, stiftete die Bun-kers in Ephrata. Er aber nebst ihnen sah bald ein, daß dasEinsiedlerleben weder das lieblichste noch das nützlichste sei. Ervereinigte sie in eine Gesellschaft und führte sie hin, wo jetzt PittS-bnrg ist. Peisels Nachfolger im Vorsteheramt wollte seine Möncheentweder zn streng behandeln oder an ein wanderndes Leben ge-wöhnen. Sie zankten und lärmte» ein paar Jahre mit einander,zerstreuten sich dann, und vereinigten sich dann wieder an ihremStiftnngsorte,