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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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gewordene» Menge der Gläubigen mehr Einheit durch eine gewissekirchliche Form gab, ward die Eifersucht der muhamedanische»Behörden wach. Die den Bekenner» des Korans eigenthümlicheUnduldsamkeit entflammte schnell gegen die Verächter des unsehl-baren Propheten von Mekka. Die rasburischen Fürsten in Hindostanhandelten so unklug, wie in ähnlichen Fällen die Fürsten Enropa's.Statt sich mit treuen, wackern Unterthanen zu begnügen, wolltensie di« Geister derselben alle nach ihren Begriffen gestimmt wissen.Sie singe» an, Meinungen zu verfolgen, die nicht die ihrigen wa-ren, Lehren zu verfluchen, die sie sich kaum die Mühe nahmen, zuprüfen; und Ueberzcugunge» mit dem Schwert und dem Kerker znstrafen, die sich weder durch Kerker noch Schwert ändern lassen.Selbst der redliche, hochverehrte Lehrer Nrgnnmal ward hin-gerichtet.

Diese Ungerechtigkeit und Berfolgerwnth empörte das Gemüthder bisher friedlichen Seihks. Der Tod des von ihnen allen ge-liebten Argnnmals erschütterte Alle. Sic griffen im Gebirg, wosie lange ruhig gelebt hatten, zu den Waffen für ihr Heiliges undIrdisches. Har Gorwind, der geistreiche und racheathmende Sohndes ermordeten Argunmal, stellte sich an die Spitze der Seihks.Sie brachen hervor ans den Bergen und kündeten den Fürsten derRasbnten Gehorsam und Ehrfurcht auf. Der Sieg war oft mitHar Gorwind. Von nun an erhob sich ein langer Kampf und einnoch immer »erloschener Haß zwischen den Anhängern des Pro-pheten von Mekka und des Weisen von Schukguhr.Har Gor-wind war der weltliche Kriegsfürst; sein Rath aus den vornehm-sten Lehrern oder Geistlichen der Seihks, Akali's geheißen, zu-sammengesetzt. So ward mit wechselndem Glück gestritten, baldvon Seiten der Seihks, begeistert durch ihren Glauben, mit ent-schiedener Ueberlegenheit.

Besonders ward Gnhro-Gorwind, der Enkel Har Gorwinds,